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Angehende Trainer haben gesammelt: Leipziger Handbälle für Kinder in Palästina

Angehende Trainer haben gesammelt: Leipziger Handbälle für Kinder in Palästina

Für uns ist alles so selbstverständlich. Ein Wagen voll mit Handbällen beispielsweise, ausreichend Spielobjekte für den Nachwuchs. Tareq M.A. Yasin hatte einen Ball für 40 Jungs - in seiner Heimat Palästina, in der Stadt Nablus.

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Von Hand zu Hand: Kerstin Mühlner überreicht die Bälle an Tareq M. A. Yasin, die HCL-Minis wünschen alles Gute.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Dass der 31-Jährige in Zukunft sein Training optimieren kann, verdankt er Leipziger Hilfe.

Mitte Oktober vergangenen Jahres begann Tareq M.A. Yasin mit 51 weiteren Teilnehmern aus 35 Nationen den Internationalen Trainerkurs der Uni. Speziell Handballer, Basketballer und Volleyballer wurden diesmal in Theorie und Praxis fit gemacht. Für den abwechslungsreichen Unterricht der 16-köpfigen Handball-Fraktion sorgte Wolf-Dietrich Neiling (71), ehemaliger Auswahlspieler und Europacupsieger. Er lotste Olympiasieger Lothar Doering (63) in die Grube-Halle, sah sich mit den ehrgeizigen Studenten die Profis von HCL und SC DHfK in der Arena an. Und Neiling erfuhr vom Ball-Manko in Nablus.

"Da muss man doch helfen", sagte sich der Coach und hatte in Ex-Nationalspielerin Kerstin Mühlner prompt eine Verbündete. Die 50-Jährige leitet das Training der HCL-Minis - und in der Halle des Sportgymnasiums hospitierte auch ITK-Teilnehmer Yasin. "Insgesamt 15 Bälle haben wir ihm überreicht und dafür viel Dankbarkeit erfahren", sagt Kerstin Mühlner, deren Tochter Maxi einen Ball mit Unterschriften der HCL-Spielerinnen beisteuerte. Der Gast aus Palästina bedankte sich sehr gerührt für das besondere Geschenk. "Ich bin sehr glücklich und meine Jungs werden es auch sein. Trotz unserer vielen Probleme werde ich versuchen, den Kindern eine sinnvolle Freizeit zu ermöglichen." Im Gepäck von Yasin werden die Handbälle (Luft raus) stecken und wird der Wunsch mitgenommen, dass mehr für die junge Generation in seinem Land getan wird.

Wenn morgen in der Mensa der Sportfakultät feierlich die Zeugnisse überreicht werden, gehört auch der Ägypter Mohamed Nakib zu den ausgezeichneten Teilnehmern. Dass der 38-Jährige dreimal den Kurs unterbrechen musste, wird nicht "bestraft", sondern geht vielmehr als erfolgreicher Sonderfall in die ITK-Geschichte ein.

Der Handball-Torwart, der bei drei Olympischen Spielen zwischen den Pfosten stand und später für Paris Saint-Germain spielte, half seinem Nationalteam bei der Afrika-Meisterschaft. "Wir haben ihm dies ermöglicht und auch die Prüfung verlegt", erklärt Daniel Eckert-Lindhammer, administrativer Geschäftsführer im Bereich internationale Beziehungen der Fakultät. Keeper Nakib und Team feierten Platz drei und damit die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2015 in Katar. Wolf-Dietrich Neiling kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Deutschland hat noch ein hartes Stück Arbeit vor sich." Kerstin Förster

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.01.2014

Kerstin Förster

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