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Angeklagter Aue-Profi Guido Kocer schweigt im Raub-Prozess und hofft auf Bewährung

Angeklagter Aue-Profi Guido Kocer schweigt im Raub-Prozess und hofft auf Bewährung

Der wegen bandenmäßigen Raubes angeklagte Fußball-Profi Guido Kocer darf auf eine Bewährungsstrafe hoffen. Dem geständigen Spieler von Zweitligist Erzgebirge Aue wird im Gegensatz zu seinen acht Komplizen nur in einem von sieben Überfällen die Mittäterschaft vorgeworfen.

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Aues Mittelfeldspieler Guido Kocer muss sich vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Quelle: Thomas Eisenhuth

Berlin. Kocer soll im Vorfeld eines Überfalls ein Spiel-Casino ausgekundschaftet haben.

„Es ist theoretisch denkbar, dass Herr Kocer mit einer Bewährungsstrafe davonkommt und sein Fall eventuell früher abgeschlossen wird“, sagte Strafgerichtssprecher Tobias Kaehne beim Prozessauftakt am Dienstag vor dem Berliner Landgericht, der auf ein reges öffentliche Interesse gestoßen war. Viele Medienvertreter und Zuschauer hatten sich im Gerichtssaal in Moabit eingefunden.

Der 23-Jährige Kocer wird vor Gericht von dem bekannten Verteidiger Nicolas Becker vertreten. Der Jurist übernahm unter anderem Anfang der 90er Jahre die Verteidigung des ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker. Über Becker ließ Kocer ausrichten, sich erst am 1. Dezember, dem nächsten Verhandlungstag, äußern zu wollen.

Laut Anklageschrift soll der frühere Babelsberger Spieler am 8. April 2011 das Automaten-Casino 77 in der Berliner Stromstraße um 06.40 Uhr morgens betreten und eine Stunde später seinen Komplizen das Signal zum Überfall gegeben haben. Diese hätten dann die Spielhalle betreten, die Bediensteten mit einem Dolch und einer Machete bedroht und die Automaten aufgebrochen. Die Beute habe sich auf 2000 Euro belaufen.

Kocer soll während des Überfalls auf der Toilette gesessen haben. Später habe er sich der Polizei als Zeuge angeboten. Insgesamt soll die Bande von Männern im Alter zwischen 18 und 23 Jahren Geschäfte, Cafés und vor allem Spielhallen maskiert und bewaffnet überfallen und ausgeraubt haben. Die Beute soll insgesamt 20 000 Euro betragen haben.

Kocer hatte anders als seine Komplizen, die größtenteils in Untersuchungshaft gesessen haben, nur einen Tag in Polizeigewahrsam verbracht. Seit diesem Sommer ist der Mittelfeldspieler in Aue unter Vertrag und hatte unlängst öffentlich Stellung bezogen. „Ich weiß, dass ich angeklagt bin und eine Strafe auf mich zukommt. Ich habe ein Geständnis abgegeben und werde meine gerechte Strafe bekommen“, hatte er in einer Audio-Ansprache auf der Homepage seines Vereins mitgeteilt.

dpa

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