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Anklage gegen HFC-Fans nach Sturm auf Plauen-Block

Anklage gegen HFC-Fans nach Sturm auf Plauen-Block

Rund ein Jahr nach den Ausschreitungen am Rande eines Fußballspiels zwischen dem Halleschen FC und dem VFC Plauen hat die Staatsanwaltschaft Halle gegen 30 Randalierer aus dem Fanblock des HFC Anklage erhoben.

Halle. Ihnen werde besonders schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Klaus Wiechmann am Dienstag. Bei dem Spiel am 7. Juni 2009 waren bis zu 200 HFC-Fans auf den Gästefanblock gestürmt. Später griffen sie im Stadion Polizisten unter anderem mit Kanthölzern und Winkeleisen an. 18 Beamte wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Elf Tatverdächtige wurden noch am selben Tag festgenommen.

Die intensiven Ermittlungen und auch die öffentliche Suche nach den Randalierern mit Fotos in den Medien habe es ermöglicht, die Beschuldigten zu identifizieren, gegen die jetzt Anklage erhoben wurde. „Wir haben mit der Veröffentlichung der Bilder erreicht, dass sich die Leute auch selbst gestellt haben“, sagte Wiechmann der dpa. Nach Angaben von Polizeisprecher Ralf Karlstedt wurden bisher viermal insgesamt 53 Fotos von gewaltbereiten Fans aus Halle und Umgebung, die beim Plauen-Spiel waren, veröffentlicht, allein im Juni 17 Bilder. Das Amtsgericht Halle hatte die Veröffentlichung genehmigt.

Staatsanwaltschaft und Polizei gehen davon aus, dass weitere Tatverdächtige identifiziert und Anklagen erhoben werden. Wann die jetzt ermittelten Beschuldigten vor das Amtsgericht kommen, sei noch unklar. „Wir hoffen, dass das zeitnah passiert“, sagte Wiechmann. Ihnen drohten Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Mit den Anklagen befassen sich Strafrichter und Jugendrichter.

Zu dramatischen Szenen kam es ebenfalls in Halle als am 26. September beim Regionalligaspiel des HFC gegen Magdeburg Polizisten vor dem Stadion von Randalierern in einen Hinterhalt gelockt wurden. Auch dabei wurden 18 Beamte verletzt, sie wurden unter anderem mit Reizgas und Böllern attackiert, sagte Karlstedt. Fünf Fotos von Verdächtigen dieser Aktion wurden bisher veröffentlicht.

„Wir beabsichtigen zu dem Magdeburg-Spiel weitere Bilder zu veröffentlichen“, kündigte der Polizeisprecher an. Die Randalebilder aus Halle hatten für Entsetzen in der Öffentlichkeit und zu Diskussionen über härtere Strafen bei Fußballkrawallen geführt. So beschäftigte sich damit auch die Konferenz der Innenminister. Urlaub Richtung Süden.

dpa

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