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Anzeige gegen Ordner von Energie Cottbus wegen rassistischer Beleidigung

Anzeige gegen Ordner von Energie Cottbus wegen rassistischer Beleidigung

Gegen zwei Ordner des Fußball-Zweitligisten FC Energie Cottbus ist nach Informationen der „Lausitzer Rundschau“ Anzeige bei der Polizei wegen rassistischer Beleidigung erstattet worden.

Cottbus. Das bestätigte am Dienstag Team-Sprecher Lars Töffling. Ein in Frankreich geborener Düsseldorfer sei beim Energie-Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Fortuna Düsseldorf (4:2) von Sicherheitsbeamten wegen seiner Hautfarbe beschimpft worden.

„Wir gehen sehr sensibel mit dem Thema um, werden das geräuschlos und lückenlos aufklären und gegebenenfalls schnell Konsequenzen ziehen“, erklärte Töffling der Nachrichtenagentur dpa. Die Namen der Angezeigten im Alter von 29 und 36 Jahren seien dem Verein nicht bekannt. „In dem infrage kommenden Bereich waren etwa 50 Ordner im Einsatz. Wir müssen jetzt anhand von Einsatzplänen herausbekommen, um wen es sich gehandelt haben könnte und abwarten, ob die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleitet“, meinte Töffling weiter.

Eine weitere Anzeige gab es nach dem Spiel gegen einen Düsseldorfer Anhänger, der im Gästeblock Sicherheitskräfte mit Reizgas besprüht haben soll. In Internetforen warfen Düsseldorfer Fans den Ordner dagegen vor, grundlos einen Fortuna-Anhänger eine Treppe hinuntergestoßen und damit die Auseinandersetzungen im Stadion der Freundschaft provoziert zu haben. Ein Video aus dem Internet zeigt die Szenen nur undeutlich. Zu hören sind jedoch „Nazi-raus“- Rufe der Fortuna-Fans gegen die mit schwarzen Kapuzen bekleideten Ordnungsmänner.

Laut „Lausitzer Rundschau“ steht André Waiß, der Sicherheitsbeauftrage des Vereins, in der Kritik. Er ist gleichzeitig Chef einer Sicherheitsfirma, die den Ordnerdienst im Stadion stellt. Vor sechs Wochen hätten ehemalige Angestellte der Waiß-Firma den Vorwurf erhoben, dass gelegentlich auch vorbestrafte Hooligans Ordnungsdienst bei Energie-Spielen versehen würden. Waiß und der Verein hatten diese Behauptungen prompt dementiert.

dpa

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