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Arena Leipzig: Sprinter dürfen vor Leichtathletik Meisterschaften aus dem Keller

Arena Leipzig: Sprinter dürfen vor Leichtathletik Meisterschaften aus dem Keller

Knapp drei Stunden, bevor Martin Keller und Co. ihre ersten Runden drehten, war gestern die große Halle der Arena von der Stadt Leipzig an den Olympiastützpunkt übergeben worden - für 19 Trainings- und Wettkampftage.

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Die Sprinter kommen aus dem Tunnel ans Licht: Maximilian Bayer, Erik Balnuweit, Martin Keller und Roy Schmidt vom LAZ Leipzig (v. l.). Foto:

Quelle: Christian Nitsche

Zwar sind das zwei mehr als im vergangen Jahr, dennoch finden die Leipziger Sprinter: Das ist zu wenig.

Am Fuß der blauen, runden Laufbahn in der Arena steht Wettkampforganisator Hermann Härtwig. Unter den noch leeren Zuschauerrängen skizziert er den Aufbau der Kulisse für die Athleten und Pressevertreter - vor den Augen von Peter Schmitt, Mediendirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Bei den nationalen Hallen-Meisterschaften am 22./23. Februar soll jedes Detail stimmen. "Für den letzten Feinschliff haben wir nur zwei Wochen", erklärt Schmitt und schwärmt vom Leichtathletik-Mekka Leipzig.

Doch die Trainingsbedingungen, etwa für die Sprinter, sind nicht gerade ein Heiligtum. "Drei Monate auf der Laufbahn wären besser als drei Wochen", sagt Martin Keller, jener Sprinter, der als erster Deutscher die 100 Meter (inoffiziell) unter zehn Sekunden lief. In den Wintermonaten können die Leipziger LAZ-Athleten nicht in der großen Halle trainieren, sondern nur im langen Tunnel im Keller: kaum Platz, kein Tageslicht. Die Athleten verbringen bis zu 20 Stunden pro Woche in diesem "Sprint-Schlauch", so der 27-Jährige. "Ich fände es besser, wenn wir von Anfang November bis Ende Februar in der großen Halle trainieren könnten - so wie es ursprünglich einmal geplant war." Trotzdem sind die Läufer froh, dass sie sich gestern erstmals auf dem Rundkurs auf die Meisterschaft vorbereiten konnten.

Dies geht für genau 19 Trainings- und Wettkampftage. So kurz ist das diesjährige "Leichtathletik-Fenster" in der Arena, wo sonst vorwiegend Konzerte und Ballspiele stattfinden. "Es ist nicht kürzer als im vergangenen Jahr", stellt Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes klar. Es ist zwei Tage länger als im Vorjahr. Da habe sich nach Angabe des LAZ die Übergabe verzögert, die ersten Trainingseinheiten seien erst am Vortag des großen mitteldeutschen Schüler-Sportfestes möglich gewesen.

Kerstin Kirmes ist mit dem reibungslosen Umbau seit Wochenbeginn zufrieden, gibt aber zu bedenken: "Der jetzige Umbau ist ebenso wie der Rückbau nach den deutschen Hallenmeisterschaften sehr aufwendig. Er dauert dreieinhalb bis vier Tage." Dafür habe die Stadt für insgesamt 14 000 Euro Firmen beauftragt. Hinzu kämen Eigenleistungen des Sportamtes. Schon vor der ersten Trainingseinheit sei die Bahn gesäubert worden. "Die über 1000 Teilnehmer des Schüler-Sportfestes erwartet am Sonnabend ein Schmuckstück."

Als Erste sprinteten gestern ein paar Bauarbeiter quer über den Platz, zwischen Hoch-, Weit- sowie Stabhochsprunganlage durch. Das lokale Organisationsteam für die Wettkämpfe hatte in den vergangenen Wochen und Monaten die Anlagen bereits inspiziert. So konnte bereits vor dem Beginn des Aufbaus sichergestellt werden, dass alles funktioniert. Bevor die echten Sprinter auf die Bahn gingen, hatte der TÜV alles überprüft und freigegeben, erklärt DLV-Sprecher Schmitt, der bisher ausschließlich gute Erfahrungen mit der einzigen Sechs-Rundbahnen-Halle der Bundesrepublik gesammelt habe. Nur haben nicht alle so viel davon, wie sie gern hätten.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2014

Pöls, Schober

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