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Arena Leipzig beflügelt Leichtathleten

Arena Leipzig beflügelt Leichtathleten

Nach dem dritten ungültigen Stoß reagierte der Trainer etwas ungehalten. "Ungültig können wir auch zu Hause stoßen", blaffte Sven Lang den Kugelstoß-Weltmeister an.

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Genau 8,46 Kilo wiegt David Storls Kugel - sie fliegt 19,07 Meter weit.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Das half: Im nächsten Versuch legte David Storl gültige 19,07 Meter hin, später folgten 18,99. Wer sich jetzt wundert, dass der sichere 21-m-Stoßer dafür in der Arena beim 12. Mitgas-Schüler-Hallensportfest der SG MoGoNo jede Menge Beifall erhielt, dem sei gesagt: Storl hatte eine ganz spezielle Trainingskugel mit nach Leipzig gebracht: Diese wiegt 8,46 Kilo und damit zweieinhalb Pfund mehr als das eigentliche Wettkampf-Gerät.

"Ich hatte Veranstalter Tasso Hanke von Anfang an gesagt: Wir kommen gern, aber es muss ins Trainingskonzept passen", erklärte Sven Lang. Vier Wochen vor der Hallen-WM in Polen hatten die Chemnitzer unter der Woche eine "Kraftspitze" gesetzt, weshalb sich das schwerere Gerät anbot. Auch Vizeweltmeisterin Christina Schwanitz stieß mit einer fünf statt vier Kilo schweren Kugel und kam auf 17,67. Beide Schützlinge von Sven Lang verpassten ihr heimliches Ziel - die Hallen-WM-Norm - knapp. "Es hat sich gelohnt zu starten, auch wenn zwei gültige Stöße zu wenig sind", sagte Storl, der zahlreiche Autogramme schrieb und mit Talenten sowie Kampfrichtern fürs Foto posierte.

Viele andere Athleten beflügelte Deutschlands schönste Leichtathletik-Arena zwei Wochen vor der Hallen-DM an gleicher Stätte ebenfalls zu starken Auftritten. Allen voran Sebastian Ernst: Der Wattenscheider sprintete nach einem Fehlstart die 200-m-Runde in 20,73 s und deutete an, dass er in 14 Tagen auf seiner Lieblingsbahn seinen 2011 aufgestellten Hallenrekord (20,42) knacken könnte. Erik Balnuweit vom LAZ Leipzig wiederholte über 60 m Hürden seine vor Wochenfrist erzielte WM-Norm (7,65) auf die Hundertstel. Und Karen Eltzschig (MoGoNo) verbesserte ein weiteres Mal ihren Sachsenrekord im Stabhochsprung auf 4,05 m, bei ihrem besten Versuch (dem dritten über 4,11 m) scheiterte die 20-Jährige hauchdünn.

Eine Woche vor der Jugend-DM stellten sich Emma Stähr und Roman Klem in starker Form vor. Die MoGoNo-Läuferin rannte über 400 m in 57,18 s Bestzeit, der LAZ-Hochspringer steigerte sich um sechs Zentimeter auf beachtliche 2,13 m - dies bedeutet Rang vier der deutschen Bestenliste. "Eigentlich ist er ja Speerwerfer", sagte ein zufriedener Trainer Wolfgang Köhler, der den Doppelstart bei den Titelkämpfen in Sindelfingen noch einmal auf den Prüfstand stellt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.02.2014

Frank Schober

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