Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Auch Diskus-Ass Nadine Müller fliegt auf Leipzig und den SC DHfK

Auch Diskus-Ass Nadine Müller fliegt auf Leipzig und den SC DHfK

Dass sich Kugelstoß-Weltmeister David Storl dem SC DHfK anschließt und zum Wahl-Leipziger wird, stand recht früh im November fest. DHfK-Präsident Christoph Hansel hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass der 60 Jahre alte Traditionsverein im Wurf-Stoß-Bereich noch weitere große Ambitionen verfolgt.

Voriger Artikel
Leipziger Team für Rio: Formel des Olympiastützpunkts lautet 16+3
Nächster Artikel
Spannung vor Volleyball-Derby Engelsdorf gegen Grimma

Diskuswerferin Nadine Müller.

Quelle: Michael Kappeler

Leipzig. Doch durch manche Bretter kommt der Bohrer nicht auf Anhieb durch – mitunter wird fast bis zum Ende der Leichtathletik-Wechselfrist am 30. November um 23.59 Uhr verhandelt. Der gestrige 1. Dezember wurde zum Tag der Verkündung: Auch Diskus-Ass Nadine Müller, deren Abschied von den Halleschen Leichtathletik-Freunden bereits durchgesickert war, startet künftig im Trikot des SC DHfK.

Die 29-Jährige kehrt damit an ihre Wurzeln zurück, denn sie erblickte 1985 in Leipzig das Licht der Welt. „Ich bin in einer Klinik direkt neben dem Zentralstadion geboren. Mich verbindet sehr viel mit der Stadt – auch viel familiäres. Meine Oma lebt hier. Ich bin privat oft in Leipzig, da viele meiner Freunde sich hier tummeln", mailte die Vizeweltmeisterin von 2011 gestern aus dem Trainingscamp in Südafrika an die LVZ. Nadine Müller wohnt mit ihrer Ehefrau in Ermlitz im Saalkreis fast auf der Hälfte zwischen Halle und Leipzig.

Nach derzeitigem Stand will der Schützling des ehemaligen Leipziger Kugelstoßers René Sack künftig an beiden Stützpunkten trainieren. Mit ihr wechseln auch drei B-Kader zum SC DHfK: die Kugelstoßerinnen Josephine Terlecki und Sara Gambetta sowie die Hammerwerferin Susen Küster.

Zu den Beweggründen für den Tapetenwechsel meint Nadine Müller: „Nach zwei Jahren, in denen ich gesundheitlich immer wieder mit Problemen zu kämpfen hatte, ist es an der Zeit gewesen, mich zu verändern. Ich habe mich nach 15 Jahren dazu entschlossen, neue Reize zu setzen, um wieder an meine starken Jahre anknüpfen zu können. Deshalb habe ich jetzt diesen Schritt mit dem SC DHfK Leipzig gewagt." Momentan fühle sie sich fit. „Meine Beschwerden in den Knien sind weg. Die Belastung wird langsam wieder hochgefahren. In Südafrika mache ich wieder die ersten Würfe. Bei 30 Grad fühlen sich die Knochen sehr wohl."

Beim Olympiastützpunkt an der Saale sowie den Halleschen Leichtathletik-Freunden ist von einem „schweren Rückschlag und großen Verlust" die Rede. Die 1,93 Meter große Werferin meint: „Niemand hatte wohl damit gerechnet, dass ich eine so riesige Veränderung vornehmen werde. Man ist in Halle nicht unbedingt sauer, aber traurig. Ich bin den Halleschen Leichtathletik-Freunden sehr dankbar. In Halle bin ich groß geworden und habe meine ersten Medaillen geholt. Ich denke, man sollte den Wechsel sportlich sehen und meine Entscheidung akzeptieren."

Frank Schober

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Wählen Sie den Sportler, die Sportlerin und die Mannschaft des Jahres 2016. Hier online abstimmen! mehr

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr