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Aufstiegsrunde für LVB kein Thema

Aufstiegsrunde für LVB kein Thema

Die LVB-Handballer sind in der dritten Liga Ost mit 17:1 Punkten das beste Team nach der Winterpause. Bei nur vier Zählern Rückstand auf den Zweiten Bad Neustadt haben sie bei noch sechs Partien Chancen auf diesen Rang, der plötzlich interessant wird, weil es eine Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga gibt.

Grund dafür ist der TSV Friedberg: Der souveräne Spitzenreiter der Südstaffel verzichtet aus wirtschaftlichen auf sein Aufstiegrecht. Die SG LVB indes hat bereits offiziell die mögliche Teilnahme an dieser Qualifikation der Zweitplatzierten abgesagt.

"Die Aufstieg wäre zwar verführerisch, aber wirtschaftlich zu riskant", erklärt LVB-Erfolgstrainer Torsten Löther. Um die zweite Liga in der ersten Saison zu halten, sei ein Etat von einer Million Euro notwendig. Solch eine Summe ist für LVB utopisch. "Angesichts der Konkurrenz des HCL und des SC DHfK bräuchten wir dafür einen überregionalen Sponsor", meint Löther.

Möglich ist sogar, dass aus dieser Vierer-Runde von Zweitplatzierten ein weiterer Klub aufsteigt. Und zwar dann, wenn die nicht aufstiegsberechtigte Reserve der Füchse Berlin als derzeitiger Dritter mit nur zwei Punkten Abstand zum Tabellenführer Tarp-Wanderup noch Erster der Nordstaffel wird.

Wie Löther weiß, ist aus der Ost-Gruppe nur Coburg, derzeit Vierter hinter LVB, bereit für den Sprung nach oben, weil der wirtschaftliche Rahmen passt. Für ihn fehlt auch die sportliche Substanz. "Wir haben nicht die Breite von 14 Spielern, die für einen sicheren Klassenerhalt Garantie wäre." Er glaubt, dass in der höheren Klasse mindestens 80 Prozent der Akteure Profis sein müssen. Der 44-Jährige sieht seine Männer eher als engagierte Sportler, "die Handball mit viel Leidenschaft und Engagement sowie hohem zeitlichen Aufwand betreiben." Er verweist auf den SC DHfK. "Die Mannschaft hat extremes Verletzungspech, erhielt in der Winterpause Top-Verstärkungen und muss um den Klassenerhalt kämpfen, obwohl sie das Können für diese Liga hat."

Für Karsten Günther, Handball-Geschäftsführer des SC DHfK, würde ein Zweitligist SG LVB nicht ins Konzept passen. "Wir haben doch unsere bisher so erfolgreiche Kooperation bei den Männern und im Nachwuchs. Die Spieler, die bei uns derzeit nicht so viele Einsatzzeiten erhalten, sollen bei der SG LVB oder bei NHV Delitzsch in der Sachsenliga reifen und Spielpraxis bekommen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.04.2013

Norbert Töpfer

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