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Aufwärtstrend im Sattel - 5000 Besucher bei Auftakt des Weltcup-Reitturniers in Leipzig

Aufwärtstrend im Sattel - 5000 Besucher bei Auftakt des Weltcup-Reitturniers in Leipzig

Der Erfolg von Robert Stein auf Larissa im Finale des Partner Pferd Cups und der Run auf die Tickets zum Weltcup-Finale 2011 waren die Highlights zum Auftakt des Weltcup-Reitturniers auf der Neuen Messe.

Leipzig. Knapp 5000 Besucher wurden am ersten Turniertag gezählt.

Volker Wulff hat in 13 Jahren Partner Pferd in Leipzig allerhand erlebt. "Dass mich Zuschauer heute gefragt haben, ob das Weltcup-Finale im nächsten Jahr schon ausverkauft ist, hat mich dann aber doch verblüfft", erzählt der Turnierchef. Am Donnerstag startete der Vorverkauf der Tickets für das Großereignis 2011 im Internet, an den Kassen der Messe sowie in Halle 1 am Info-Stand vor dem VIP-Raum. Dort bildeten sich zeitweise Schlangen, an die 1000 Karten dürften gestern über den Tisch gegangen sein.

Das große Interesse überrascht Volker Tonn nicht. Der Landestrainer der sächsischen Springreiter freut sich jedoch vor allem, dass auch 2011 der Partner Pferd Cup wieder zum Pro-gramm gehört. "Der ist ein absoluter Höhepunkt für uns", sagt der Langenbernsdorfer. Auf 15 Turnieren der "grünen Saison" in ganz Ostdeutsch-land können sich Reiter für das Fina-le in Leipzig qualifizieren, dazu vergeben Veranstalter und die Landestrainer Wildcards. So gilt die Turnierserie mit dem Finale auf der Partner Pferd alljährlich als Leistungsschau des Springsports im Osten, erst recht in Sachsen. "Es geht aufwärts, das Niveau verbessert sich beständig", urteilt Tonn, der den Job schon seit 20 Jahren macht.

Beim mit 2500 Euro dotierten Finale gestern hatten die sächsischen Reiter allerdings wenig zu bestellen. Mit den Altmärkern Robert Stein und Andreas Kempf räumten Reiter aus Sachsen-Anhalt doppelt ab, die dritt-platzierte Lisa Kowalski wohnt zwar in Körlitz bei Wurzen, reitet aber für einen thüringischen Verein. Bester Reiter aus Sachsen war so Thomas Kage aus Börnichen auf Rang fünf.

Der Partner Pferd Cup ist aus dem Turnierkalender mittlerweile nicht mehr wegzudenken, bestätigen die Reiter. "Schon die Qualifikationsturniere für das Finale im ländlichen Raum haben ein sehr hohes Level", erzählt Sieger Robert Stein. "Das spornt an und hebt das Niveau." Mit dem gestrigen Sieg hat der 29-Jährige nicht unbedingt gerechnet. "Ich bin schon in den letzten Jahren beim Finale hier gestartet, hatte aber immer mindestens einen Abwurf. Nun bin endlich mal Null gegangen, und das freut mich natürlich sehr."

Das gestrige Ergebnis ändert an Volker Tonns Einschätzung nichts. "Den Aufwärtstrend sehen wir ja nicht nur bei diesem Springen. Der Nachwuchs ist der beste Indikator", sagt der Trainer. "Sachsen haben bei den deutschen Jugendmeisterschaften drei Startplätze. Früher habe ich nie drei geeignete Reiter zusammenbekommen. Jetzt ja, letztes Jahr hatten wir mit Jessica Zobjak, Oliver Zock, Juliane Frotscher und Hans Baumgartl sogar vier Starter, weil wir über den Bundestrainer noch einen zusätzlichen Platz erhalten haben. Und das beste ist, alle kommen aus unterschiedlichen Verei-nen."

Doch auch in der Spitze gehe es aufwärts. "Philipp Schober und Michael Kölz sind unsere Aushängeschilder, sie reiten bei den Deutschen Meisterschaften, Michael sogar für Deutschland im Nationenpreis. Das Niveau hatten wir vor zehn Jahren noch nicht." Kann Volker Wulff nur bestätigen. "Heute hatten wir bei dem schweren Springen mit Hindernishöhen von 1,40 Metern 16 Reiter mit nur einem Abwurf und besser. Vor Jahren haben das nur zwei geschafft. Auch daran sieht man eine Entwicklung." Und das Wort zum Tage hat der Turnier-Chef auch parat: "Die Idee des Partner Pferd Cups, also die Reiter aus der Region einzubinden, war der richtige Weg."

Uwe Köster

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