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Balnuweit: Bestzeit und starker fünfter Platz im EM-Finale

Balnuweit: Bestzeit und starker fünfter Platz im EM-Finale

Im rasanten Hürden-Finale bei der Hallen-EM in Göteborg sprinteten gestern sechs der acht Finalisten persönliche Bestzeit - mittendrin behauptete sich ein Leipziger: Erik Balnuweit stand zum ersten Mal im erlauchten Kreis der acht besten Europäer und verkaufte sich mehr als achtbar.

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Erik Balnuweit sprüht bei der Hallen-EM in Göteborg vor Energie,

Quelle: AFP

Göteborg. In 7,58 s wurde der 24-Jährige vom LAZ Fünfter. Er steigerte seine 90 Minuten zuvor im Halbfinale erzielte Bestleistung nochmal um eine Hundertstel und verfehlte Bronze um 0,05 s.

Balnuweit stellte sich gestern in Top-Form vor. Schon im Vorlauf erreichte er mit leicht angezogener Handbremse in 7,61 s die gleiche Zeit wie im DM-Finale vor sechs Tagen in Dortmund. "Ich musste vor dem Start lange warten, das war nicht einfach. Der Lauf fühlte sich für die Probe schon recht gut an, aber ich kann noch mehr", strotzte der Sportsoldat vor Selbstvertrauen. Das zeigte er auch neuneinhalb Stunden später: Im Halbfinale gab der Schützling von Ronald Stein Gas, sprintete 7,59 s und stellte die erste Bestzeit des Tages auf. Mit bloßem Auge schien er Dritter seines Semifinales zu sein, doch das Zielfoto sah ihn sogar auf Platz zwei. In der Addition beider Läufer war der mit Rang acht angereiste Leipziger plötzlich Dritter - doch es ging auf den Plätzen zwei bis fünf hauchdünn zu.

Auffällig in den beiden ersten Läufen: Der gebürtige Geraer erwischte beide Male einen sehr guten Start, glänzte zudem jeweils mit der zweitbesten Reaktionszeit. Das spezielle Starttraining vom Dienstag in der heimischen Arena hatte sich ausgezahlt. "Dort hatten wir die Startblock-Einstellung noch einmal korrigiert, so dass ich jetzt mehr Spannung aufbaue", sagte der 1,89 m große Athlet. Im Finale klappte der Start dann gut, jedoch nicht optimal.

Während Altmeister Ralf Bartels aus Neubrandenburg im Kugelstoßen mit 20,16 m auf Platz vier landete, stand Balnuweit auf der Bahn gestern als einziger DLV-Athlet im Finale. Matthias Bühler schied als 17. schon im Vorlauf aus, Gregor Traber konnte wegen eines Infektes nicht antreten, Nadine Hildebrand verpasste als Elfte das Frauen-Finale.

Zuletzt hatte vor acht Jahren mit Thomas Blaschek ebenfalls ein LAZ-Athlet die deutschen Hürdensprinter in einem Hallen-EM-Endlauf vertreten. 2005 reichten in Madrid noch 7,65 s zur Medaille, der fünftplatzierte Blaschek verfehlte Bronze damals um drei Hundertstel. Gestern war das Niveau deutlich höher. Für Balnuweit könnte mit seiner ersten Leistung unter 7,60 s der Knoten geplatzt sein. Den LAZ-Rekord hält noch immer Vorgänger Blaschek mit 7,54 s. Der jetzige Bobfahrer ist sich sicher, dass Balnuweit in den kommenden Jahren an ihm vorbei ziehen wird. Dies ist Zukunftsmusik. Zunächst gilt es, die gestrige starke Vorstellung im Sommer bei der WM in Moskau auf die 110 Meter zu übertragen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.03.2013

Frank Schober

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