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Baseballer stehen mit dem Rücken zur Wand

Baseballer stehen mit dem Rücken zur Wand

Die Ernüchterung im Leipziger Baseball-Lager ist groß. Nach zwei deutlichen Niederlagen in Berlin schaffen es die Leipzig Wallbreakers nicht, die rote Laterne abzugeben.

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Hofft auf ein Happy End: Präsident Andreas Großöhme.

Quelle: schröter

Leipzig. Das Abenteuer Regionalliga droht nach nur einer Saison schon wieder zu Ende zu gehen. "Wir haben nur noch zwei Spiele, da muss man realistisch sein und einsehen, dass es verdammt schwer wird", schätzt Vereinspräsident Andreas Großöhme die derzeitige Situation ein. Mit einem 2:12 und einem 1:10 kamen die Mauerbrecher am Wochenende bei den Berlin Sluggers unter die Räder.

Zwei hohe Niederlagen, aber: "Solche Ergebnisse gibt es schnell im Baseball. Wir waren nicht chancenlos, haben allerdings auch nicht viel zustande gekriegt", gibt Großöhme zu. Zwei Siege trennen die Leipziger jetzt zum vorletzten Tabellenrang. Das ist zwar ebenfalls ein Abstiegsplatz, allerdings ist eine Chance auf den Klassenerhalt da, sofern jemand von der Konkurrenz auf den Aufstieg verzichten. Der Unterschied zwischen der Mitteldeutschen- und der höheren Regionalliga ist schließlich immens. Viele Mannschaften bleiben wegen des Aufwands lieber unterklassig. Die Leipziger haben auch jahrelang gezögert, bis sie den Aufstieg gewagt haben.

"Wir hätten die letzten zehn Jahre schon aufsteigen können, haben uns aber nicht getraut", gesteht Wallbreakers-Chef Großöhme. Das heißt nämlich auch: Berlin statt Braunsbedra und Kiel statt Dresden. Die Fahrtwege sind seit der Entscheidung deutlich länger geworden. "Man muss überlegen, ob man sich am Sonntag 6 Uhr früh treffen möchte, um nach Kiel zu fahren und dann nachts um 1 Uhr wieder zurück zu sein", sagt John Heiker zu den neuen Herausforderungen der Leipziger. Der Chemie-Doktorand hat sich aber längst entschieden und will die Regionalliga-Geschichte fortschreiben. "Alle im Team haben Bock darauf und ich denke auch, dass wir in der Liga was zu suchen haben", sagt der 32-Jährige selbstbewusst. Auch Trainer Nico Punke will alles daran setzen, dass sein Team in der Regionalliga bleibt.

Vor allem, weil auch vor Ort an der Heimstätte der Wallbreakers die Anforderungen erfüllt sind. Der Platz in der Dortmunder Straße, der zwischen drei Bahnstrecken liegt, entspricht allen Standards. Und seitdem ein baseballbegeisterter Zigarren-Händler zum Verein gefunden hat und gleichzeitig als Sponsor auftritt, werden auch die Fahrtkosten abgefedert. Ein Glücksfall, denn andere Geldgeber gibt es nicht. "Ansonsten will uns niemand sponsern", bedauert Heiker.

Dabei erfreuen sich die Wallbreakers zunehmender Beliebtheit. "Wir brauchen noch keinen Fanbus, aber es kommen mehr Leute zu uns", schätzt der Vereinspräsident die Resonanz ein. Auch im Nachwuchs wächst die Zahl. "Wir probieren, mit einem Dresdner Team Freundschaftsspiele zu organisieren", berichtet Vereins-Vize Christian Kellner. Die Junior-Wallbreakers könnten auch eine eigene Vertretung stellen, aber es gibt keine Liga in diesem Bereich. Zumindest ist damit eine gute Basis für zukünftige Erfolge gelegt.

Jetzt fehlt nur noch der Klassenerhalt, irgendwie. Ein festes Datum für die verbleibenden zwei Saisonspiele zu Hause gegen die Berlin Sluggers gibt es allerdings noch nicht. Fakt ist aber, dass sie die beiden Partien gewinnen müssen. Und dafür braucht es schon ein kleines Wunder.

Mehr Informationen unter www.leipzig-wallbreakers.com

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2013

Stefan Schröter

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