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Basketball-Coach Polychroniadis trifft mit Magdeburg auf seine ehemaligen Uni-Riesen

Basketball-Coach Polychroniadis trifft mit Magdeburg auf seine ehemaligen Uni-Riesen

Die Trainerkabine wird er nicht lange suchen müssen: Vier Jahre coachte Dimitris Polychroniadis die Leipziger Uni-Riesen, schaffte mit den Basketballern den Aufstieg von der Regionalliga in die drittklassige ProB.

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Immer mit Energie unterwegs: Basketball-Trainer Dimitris Polychroniadis spielt morgen in der Arena mit Magdeburg gegen sein Ex-Team der Uni-Riesen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Im Frühjahr 2012 wurde der Grieche entlassen, weil man ihm offenbar die ProA nicht zutraute. Morgen (19.30 Uhr, Arena) kehrt der 45-Jährige mit seinem neuen Klub BBC Magdeburg, der bis zum Sommer noch in der ProA spielte, in die Messestadt zurück.

Mit welchen Gefühlen reisen Sie zu Ihrer alten Wirkungsstätte?

Es ist ja schon zweieinhalb Jahre her, dass ich in Leipzig zuletzt Trainer war. Meine Mannschaft heißt seit gut einem Jahr BBC Magdeburg und von daher sehe ich das als ein ganz normales Spiel - in einer englischen Woche, in der wir viel zu tun haben.

Haben Sie noch Kontakt zu USC-Akteuren?

In der Zwischenzeit sind fast alle Spieler, die ich trainiert hatte, woandershin gewechselt. Nur Magnus Heinrich und Martin Scholz sind noch da und denen gratuliere ich auch mal zum Geburtstag. Es ist aber nicht so, dass wir jeden zweiten Tag miteinander reden würden.

Die Umstände Ihrer Entlassung schienen etwas fragwürdig. Wollen Sie die Rückkehr nutzen, um den Uni-Riesen-Verantwortlichen zu zeigen, dass Sie es auch in der ProA gepackt hätten?

Ich möchte keinem etwas beweisen. Ich mache meine Arbeit und hoffe, dass die Verantwortlichen in Magdeburg wissen, was sie an mir haben.

Woran lag es, dass sich der BBC in der vergangenen Saison nicht in der ProA halten konnte?

Wir haben die Lizenz erst sehr spät, im August 2013, bekommen und da war der Markt für deutsche Profis schon abgegrast. Dann haben wir uns trotz der vielen unerfahrenen Spieler bis Weihnachten hochgearbeitet und standen bis März 2014 immer über der Abstiegslinie. Am grünen Tisch wurden uns schließlich zwei Punkte abgezogen, die uns in der Endabrechnung gefehlt haben.

Nach je einem Sieg und einer Niederlage steht Magdeburg derzeit in der Tabelle auf Rang sieben, drei Plätze hinter den Uni-Reisen. Wie bewerten Sie den Saisonstart?

Wir haben zu Beginn die gleichen Probleme gehabt, wie in der letzten Spielzeit. Aber man sieht jetzt schon, wo es hingehen kann. Wir stehen im Gegensatz zur letzten Saison in der Defense deutlich besser.

Sehen Sie einen Favoriten für das morgige Duell?

Die Uni-Riesen gehören zu den Mannschaften, die vor der Saison den Aufstieg zum Ziel erklärt haben, mein Team nicht. Zusammen mit dem Heimvorteil würde ich sagen, dass Leipzig leicht favorisiert ist.

Gibt es generelle Unterschiede zwischen dem Basketball in Magdeburg und in der Messestadt?

Die Konkurrenz durch andere Sportarten ist in Magdeburg vor allem durch den SCM noch größer. Auch Hallenzeiten für uns zu bekommen, ist noch schwieriger als in Leipzig.

Sie hatten eine lange und erfolgreiche Zeit bei den Uni-Riesen. Können Sie sich vorstellen, irgendwann zurückzukehren?

Momentan mache ich mir darüber keine Gedanken, weil ich noch ein Jahr Vertrag habe und Martin Scholz beim USC gute Arbeit macht. Nichtsdestotrotz habe ich mich in Leipzig wohlgefühlt und viele Freunde gefunden. Ich bin Profi-Trainer und gehe dahin, wo es interessanteste Projekte gibt. Das kann irgendwann auch wieder am Standort Leipzig der Fall sein.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2014

Christian Dittmar

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