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"Baumi" verabschiedet sich in der Arena von DHfK-Freunden

"Baumi" verabschiedet sich in der Arena von DHfK-Freunden

Steve Baumgärtel wird sich übermorgen im letzten Saisonspiel der Zweitliga-Handballer des SC DHfK gegen Bittenfeld (19.30 Uhr) auf dem Arena-Parkett von den Zuschauern verabschieden.

"Ich konnte voll trainieren. Für 60 Minuten wird es aber nicht reichen", sagt der 29-Jährige, der zuletzt wegen einer Leistenzerrung passen musste. Es war gestern für ihn gleich eine doppelte Trainingseinheit, denn ab Nachmittag bis in den Abend hinein unterstützte das DHfK-Team in Torgau die Fluthelfer.

"Baumi" war aufgrund seiner positiven Ausstrahlung ein Typ, denn viele Fans vermissen werden. "Es ist nach drei schönen Jahren ein komisches Gefühl zu gehen", meint der Rückraumspieler. Er wechselt zu Drittligist Groß-Bieberau. Obgleich er damit eine Klasse tiefer spielt, dürfte er weniger Zeit haben als jetzt. "Dort gibt es keine Profis. Ich werde 40 Stunden in der Stadt- oder Kreisverwaltung arbeiten und abends trainieren." Zudem möchte er im Februar das Sportmanagement-Studium abschließen. Dazu muss er im Herbst neben Job und Handball seine Bachelor-Abschlussarbeit schreiben.

Beim Drittligisten steht er vor einer Saison, in der sich die Mannschaft nach der Verabschiedung langjähriger Stammspieler zunächst finden soll. "Mit 29 bin ich der Älteste. Mal sehen, wohin die Reise geht." Die Entscheidung traf er während seiner nicht unumstrittenen Suspendierung im Dezember. Er wollte mit Freundin Antje Lauenroth (23) zusammenleben, die für Bensheim-Auerbach in Liga zwei spielte. "Ich hatte die Variante Elbflorenz Dresden im Auge, dachte aber auch an ihre günstige Situation, die sogar mit dem Aufstieg endete. Es wäre schlecht gewesen für Antje, aufzusteigen und dann wegen mir irgendwo weiter in der zweiten Liga spielen zu müssen." Auch für sie wird sich der Stress angesichts des Jobs als Polizistin erhöhen. Aber die junge Frau wird nun mit Erstliga-Partien belohnt.

Trotzdem freut sich der DHfK-Spieler auf die Zukunft. Schließlich sei die Arbeit kein absolutes Neuland, auch weil er einst den Beruf eines Verwaltungsfachangestellten erlernte. Wohnen wird das Paar in der 12 000-Einwohner-Kleinstadt Lorch bei Darmstadt. Von dort sei es für beide zumutbar, nach Groß-Bieberau bzw. Bensheim zu pendeln.

Baumgärtel hat sich vorgenommen, Kontakt mit einigen der alten Teamkollegen zu halten, mit denen er drei Jahre erfolgreich war und kameradschaftlich verbunden ist. Mit René Boese verbindet ihn eine besondere Beziehung. "In Cottbus haben wir schon im Nachwuchs zusammengespielt." In den drei DHfK-Jahren und vorher eine Saison in Delitzsch bildete Rückraumspieler Baumgärtel mit Boese den rechten Flügel - und das meist erfolgreich. "Ich hätte gern noch weiter mit ihm gespielt. Wir sind richtig gute Freude, er ist sogar Pate meines Sohnes Leevy. Ich kann es aber verstehen, dass er mit seiner Freundin zusammenleben möchte", meint Boese.

Die zu Ende gehende Saison, in der Leipzig lange überraschend gegen den Abstieg kämpfen musste, sieht er nicht als Seuchenjahr an: "Es war insgesamt durchwachsen. Wir hatten auch extremes Verletzungspech."

Baumgärtel antwortet schnell, wenn er nach seinen schönsten Momenten im DHfK-Trikot gefragt wird. "Der Zweitliga-Aufstieg. Genauso beeindruckend war das Pokalspiel gegen Kiel. Es ist super, von sich sagen zu können, mal gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt zu haben." Norbert Töpfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.06.2013

Töpfer, Norbert

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