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"Baustelle" Dynamo Dresden: Berater Reiner Calmund schlägt Alarm

"Baustelle" Dynamo Dresden: Berater Reiner Calmund schlägt Alarm

Reiner Calmund legte sein iPad zur Seite, holte tief Luft und zu einem unerwarteten Rundumschlag aus gegen den Fußball-Drittligisten SG Dynamo Dresden aus.„Es gibt viele Baustellen.

Dresden. en. In der Winterpause steht das Team auf einem guten fünften Platz, der Verein ist wieder in einem ruhigeren Fahrwasser. Da sitze ich in Asien und denke, ich sehe nicht richtig: Respektlosigkeit, Minenleger, Eitelkeiten und jeder legt dem anderen ein Bömbchen in den Garten", wetterte der frühere Leverkusener Bundesliga-Manager und jetzige Berater des Drittligisten.

Sportlich läuft es für die Dresdner mit den Siegen gegen Sandhausen und Bayern München II sowie nur noch fünf Punkten Rückstand zu Relegationsplatz drei gut. Doch hinter den Kulissen herrscht Chaos: Geschäftsführer Volker Oppitz krank, Vertragsgespräche liegen brach und die Vereinsführung blockiert sich gegenseitig. „Ich bin voll auf der Seite der Spieler, Berater und von Trainer Matthias Maucksch. Die Situation hat nichts mehr mit dritter Liga zu tun. Im September haben wir alles besprochen und gesagt, dass wir sieben Leistungsträger sowie drei Nachwuchsspieler halten wollen. Was ist bis heute passiert? Null", schimpfte Calmund.

Er befürchtet nun, dass die Mannschaft auseinanderfällt und der Verein wieder nicht mit einem konstanten Spielerstamm planen kann. „Die Berater wollen Fakten über die Kaderplanung", mahnte der 62-Jährige. „Die Situation ist am Rande der Zumutbarkeit. Jetzt müssen alle schnell an einen Tisch und irgendwie an einem Strang ziehen."

Auch in der Geschäftsführung soll eine Lösung gefunden werden. „Volker Oppitz hat die Finanzen sehr, sehr gut gemacht, aber mit seinen 32 Jahren ohne Erfahrung zu sagen, dass er auch wieder der neue Geschäftsführer wird, ist schwierig. Ihm muss ein Mann zur Seite gestellt werden, der die sportlichen Geschicke leiten kann, denn da herrscht das Chaos pur. Aber der muss auch Geschäftsführer machen können", meinte Calmund.

Zunächst müsse aber eine kurzfristige Lösung her, um die anstehenden Aufgaben zu übernehmen. Er sieht die Klub-Führung in der Pflicht. „Ich bin aber nur Berater und gegen Blödheit gibt es keine Tabletten. Ich habe keine Lust im weißen Kittelchen und mit dem Hämmerchen hinterher zu laufen. Präsident, Aufsichtsrat und alle drumherum müssen jetzt die Dinge schnell und kurzfristig im Sinne des Vereins lösen, sagte er.

Doch im Aufsichtsrat hat Calmund Uneinigkeiten ausgemacht und beklagt, dass der Vorsitzende Thomas Bohn nicht ausreichend Unterstützung in dem Gremium hat. „Er hat die Drecksarbeit im Not- Aufsichtsrat geleistet, jede Menge Zeit und Kraft investiert und dann sitzt er da drin und egal, was er vorschlägt, bekommt er eine Breitseite", urteilte der Rheinländer und warnte: „Wenn man in den nächsten Tagen nicht zu klaren Fakten kommt, muss der Bohn sagen: Feierabend."

dpa

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