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Bayern-Vorstand Sammer bei Fans in Störmthal

Prominenter Besuch Bayern-Vorstand Sammer bei Fans in Störmthal

Um kurz nach 13 Uhr hat das Warten ein Ende, betritt Stargast Matthias Sammer die proppevolle Halle des LSV Störmthal. 150 Männer, Frauen und Kinder bereiten dem Europameister von 1996 einen warmen Empfang. Vor vier Wochen hatten sich Organisator Kansy und Co. beim Rekordmeister um einen prominenten Besucher beworben.

In Störmthal besuchte Sportvorstand Matthias Sammer Fans des FC Bayern München.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Störmthal. Um kurz nach 13 Uhr hat das Warten ein Ende, betritt Stargast Matthias Sammer die proppevolle Halle des LSV Störmthal. Standing Ovations, Bayern-Lied auf den Lippen - die 150 Männer, Frauen und Kinder bereiten dem Europameister von 1996 einen warmen Empfang. Der ist glänzend gelaunt, beschert dem sächsischen Fanclubverband einen unvergesslichen ersten Advent. Organisator Ronald Kansy: „Ein toller Auftritt von Matthias, eine riesige Ehre für uns."

Vor vier Wochen hatten sich Kansy und Co. beim Rekordmeister um einen prominenten Besucher beworben. Dass der Sachse Sammer in Sachsen landete, hat mit viel mit dem 48-Jährigen selbst zu tun. „Diesen Termin in meiner Heimat habe ich natürlich gerne wahrgenommen", sagt Sammer, der seit Juli 2012 Vorstand für Lizenzspielerangelegenheiten der FC Bayern München AG und verantwortlich für Nachwuchskoordination und Talentförderung ist.

Matthias Sammer besuchte am Sonntag (29.11.2015) Fans des FC Bayern München in Störmthal südlich von Leipzig. In der proppevollen Halle des LSV Störmthal sprach der Sportvorstand unter anderem über Pep Guardiola, Wolfgang Niersbach, Joshua Kimmich und RB Leipzig. Fotos: Wolfgang Zeyen

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In einer knackigen Stunde hirscht der Ex-Dynamo durchs Fußball-Geäst, nimmt wie gewohnt kein Blatt vor den Mund. Nein, das Amt des DFB-Präsidenten komme nicht infrage. „Ich fühle mich beim FC Bayern sauwohl, stehe für andere Aufgaben nicht zur Verfügung." Sammers Vertrag beim FCB läuft bis Sommer 2018.

Dass die Unregelmäßigkeiten rund ums Sommermärchen aufgeklärt werden müssen, ist für den früheren BVB-Coach und -Spieler klar. Unbestritten ist für Sammer aber auch, dass Wolfgang Niersbach der richtige Mann an oberster Stelle des deutschen Fußballs war. „Wolfgang war ein super Präsident, ein ausgleichendes Element zwischen Profis und Amateuren. Mir tut sein Rücktritt sehr leid."

Dass sein Vater Klaus Sammer nach der 3:7-Schmach von Uerdingen 1985 degradiert wird, empfindet der berühmte Sohn auch 30 Jahre danach als himmelschreiende Ungerechtigkeit. Sammer senior verliert seinen Job als Dynamo-Cheftrainer und muss sich in der Nachwuchsarbeit in Meißen verdingen. Der Junior ist damals so sauer, dass er über einen Wechsel zu Carl Zeiss Jena nachdenkt. „Das Angebot war unfassbar gut, Carl Zeiss hatte Geld." Die Umsetzung scheitert am Veto des Verbandes.

Frage aller Fragen in Störmthal: Bleibt Pep Guardiola? Sammer: „Wir setzen uns nach dem letzten Spiel gegen Hannover zusammen." Man wird demnach noch vor Weihnachten klare Bilder in Sachen Trainerbank sehen.

Zwei Bayern-Profis werden vom mächtigen Macher gesondert belobigt: Ersatzkeeper Tom Starke (gebürtiger Freitaler) und der im Sommer von RB Leipzig verpflichtete Joshua Kimmich. Starke, 34, stehe zwar weniger als andere im Mittelpunkt, tue aber „alles für die Gruppe, ist ein guter Geist". Er habe „selten einen besseren Typen" als Starke gesehen. Auch Kimmich, 20, sei charakterlich ein Großer - und fußballerisch außergewöhnlich. „Jo ist bescheiden, anständig und selbstbewusst." Das müsse sich nicht ausschließen. „Er genießt schon jetzt die Anerkennung von Stars wie Philipp Lahm und Thomas Müller. Die hat er sich erarbeitet. Wir sind stolz, dass Jo für den FC Bayern spielt."

Auch die Spalttablette der Fußball-Nation, RB Leipzig, wird prominent verarztet. Sammer gehört nicht zu den Gegnern des etwas anderen Fußball-Clubs - im Gegenteil. Wegen seiner Pro-RB-Einstellung hat der Wahl-Bayer „schon früh ein paar Freunde verloren". Sammer ist „beeindruckt" von der „Professionalität und Nachhaltigkeit" der Rasenballer. Und er glaubt: „Die gehen im Sommer hoch." In die Bundesliga.

Dann ist sie vorbei, die Sammer-Time in Störmthal.

Von Guido Schäfer

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