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Befristetes Glück: Icefighters Leipzig dürfen bis März 2012 in der alten Messehalle 6 bleiben

Befristetes Glück: Icefighters Leipzig dürfen bis März 2012 in der alten Messehalle 6 bleiben

Aufatmen bei Leipzigs Kufencracks: Der Eishockey-Oberligist Icefighters sowie die beim SV Fortuna 02 beheimateten Young Lions können noch ein weiteres Jahr in der alten Messehalle 6 spielen.

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Icefighters-Stürmer Fabian Hadamik in Aktion. (Archivfoto)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Wie der Geschäftsführer der für das Gelände zuständigen Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft (LEVG), Reinhard Wölpert, am Freitag gegenüber LVZ-Online bestätigte, votierte der Aufsichtsrat des Unternehmens am Vorabend für eine Verlängerung des Mietvertrages mit der Icefighters Projekt UG. Es war die zweite Abstimmung zum Thema. Beim ersten Votum hatte sich das Gremium noch gegen eine weiter Zusammenarbeit entschieden.

„Die Icefighters können die Halle nun bis zum 31. März 2012 nutzen", so Wölpert. Danach müsse der Club aber definitiv raus. Eine Rückkehr sei ausgeschlossen, da das Gelände dann an den Käufer des Areal, die Porta Unternehmensgruppe, übergeben werde. „Die Icefighters haben gegenüber dem Aufsichtsrat schriftlich versichert, die Halle einvernehmlich und ohne weitere Umstände zu räumen", sagte der LEVG-Geschäftsführer. Dies sei auch einer der Gründe für den Meinungsumschwung im Aufsichtsrat gewesen. „Schließlich müssen wir als Verkäufer absichern, dass das Gelände dem Käufer, in diesem Fall Porta, auch rechtzeitig zur Verfügung steht."

Ein weiterer Punkt: Die Geschäftsführer der Projekt UG um André Krüll und Falk Hanewald legten dem Gremium schriftlich ihre Zukunftspläne vor. „Das Papier beschreibt zwei Varianten, die sie für die Zeit nach dem 31. März angehen wollen", so Wölpert. Zuvor habe es seitens der Aufsichtsräte durchaus Zweifel gegeben, ob eine machbare Perspektive für den Club bestünde und dem Projekt überhaupt eine Zukunft über das Ende des Mietvertrages auf dem alten Messegelände hinaus beschieden sein würde. „Vollmundige mündliche Zusagen gab es in den Vorjahren oft. Aber das Ende war immer gleich. Die vorgelegten Pläne haben das deutlich abgemildert", sagte der LEVG-Geschäftsführer am Freitag.

Bei Icefighters-Chef André Krüll herrscht indessen nur verhaltene Freude. „Wir müssen nun so schnell wie möglich klären, wie es für uns nach dem 31. März weitergehen kann", erklärte er auf Anfrage von LVZ-Online. Zur Disposition stehen zwei Möglichkeiten. „Wir können eine bereits bestehende Halle mieten oder kaufen und für unsere Zwecke nutzbar machen." Aufgrund der für den Einbau von Eisfläche und Tribünen nötigen Säulenfreiheit in weiten Teilen der Halle gebe es diesbezüglich in Leipzig nicht allzu viele Möglichkeiten. „Wir haben uns aber bereits einige Objekte angesehen und müssen nun gucken, was Sinn machen würde", so Krüll.

Neubau in Leichtbauweise denkbar

Auch eine zweite Variante ziehen die Icefighters in Betracht: einen Neubau. „Das ist im ersten Moment natürlich die verrücktere Möglichkeit", weiß Krüll. Beim näheren Hinsehen sei ein Neubau nicht so utopisch, allerdings stehen die Bemühungen auch hier eher im Anfangsstadium. „Wir würden in Leichtbauform bauen, also mit Betonsäulen, einem Leichtbau-Blechdach und einfachen Außenverkleidungen. Dazu käme ein Sanitär- und Kabinentrakt in Massivbauweise an der Außenseite", umreißt der Icefighters-Geschäftsführer die Pläne. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern habe er sich in den vergangenen Tagen ähnliche Hallen angesehen, zum Beispiel in Paderborn. „Klar ist, dass zunächst nur eine einfache Grundvariante möglich wäre, die dann in den Folgejahren stetig ausgebaut werden könnte." Laut Krüll liegen die Vorteile auf der Hand: „Wir hätten Planungssicherheit für mehrere Jahre, müssten nicht jedes Jahr neu um eine Spielstätte bangen und hätten Eigentum."

Klar ist: Einen Neubau gibt es nicht ohne Bezahlung. Dennoch sei eine Leichtbauhalle in einer Grundvariante verhältnismäßig günstig zu haben, so André Krüll. „Wir müssten uns zunächst auf Kosten im höheren sechsstelligen Bereich einstellen." Das Problem neben der Suche nach Geldgebern: Die Icefighters benötigen ein entsprechendes Grundstück. Ein Punkt, bei dem nach den Vorstellungen des Clubs das Rathaus helfen soll. „Natürlich ist uns klar, dass niemand uns etwas schenken wird. Aber wir erhoffen uns hier schon die Unterstützung der Stadt, zum Einen bei der Suche nach einem geeigneten Standort und zum anderen natürlich auch bei der Frage der Finanzierung", stellt Krüll klar. Immerhin hätten in der vergangenen Saison bei öffentlichem Eislauf, Eishockey-Spielen und anderen Veranstaltungen 60.000 Menschen die Halle auf dem Alten Messegelände besucht. „Das ist eine nennenswerte Größe, die die Stadt nicht ignorieren kann."  

Antje Henselin-Rudolph

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