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Bei Babelsberg reicht es erst zur Regionalliga - Leipziger Sponsor soll helfen

Bei Babelsberg reicht es erst zur Regionalliga - Leipziger Sponsor soll helfen

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag wird der mit 1,4 Millionen Euro verschuldete Fußball-Drittligist SV Babelsberg 03 seine Zukunft festlegen.

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Während die Stadionsanierung mit Mitteln des Konjunkturfonds erfolgt, droht dem hier spielendem Verein Babelsberg 03 ein Zwangsabstieg, nachdem sich Sponsoren zurückzogen.

Quelle: dpa

Potsdam. Zumindest die drohende Insolvenz scheint vom Tisch, nachdem das Potsdamer Stadtparlament einen einmaligen Zuschuss von 700 000 Euro zugesagt hatte. Zur Erfüllung der Lizenzauflagen für die 3. Liga,  die dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis zum 1. Juni vorliegen müssen, fehlen dem krisengeschüttelten Verein weitere 700 000 Euro, so dass es bisher nur zur Regionalliga reicht.

Doch die Hoffnung stirbt auch in Babelsberg zuletzt. So demonstrierten am Samstag rund 1000 Fans für die Erneuerung ihres Kiezvereins, sammelten bisher 20 000 Euro. Präsident Rainer Speer kündigte unter dem Eindruck der Proteste seinen Rücktritt an, sein bereits vom Aufsichtsrat als Nachfolger auserkorener Thomas Bastian, bisheriges Vorstandsmitglied und Kino-Betreiber, brachte als Lösungsvorschlag eine rettende Landesbürgschaft ins Spiel.

Realistischer scheint da ein erweitertes Engagement des Brustsponsors zu sein, der nach eigenen Angaben bisher mit einer „respektablen Summe im sechsstelligen Bereich“ dabei ist. Der Biokrafthersteller aus Leipzig, der sich erstmals deutschlandweit im Fußball engagierte, wäre vor einem Monat sogar bereit gewesen, „noch was drauf zulegen“, sagte ein Eingeweihter der Nachrichtenagentur dpa. Doch der Generalverdacht, unter den die Sponsoren derzeit in Potsdam nach dem aufgedeckten Filz zwischen Sport und Politik fallen, lassen wohl ein weiteres  Leipziger Engagement als fast aussichtslos erscheinen.

Stinksauer über die entstandene Situation ist Coach Dietmar Demuth, vertraglich noch bis 2012 an den Verein gebunden. Nach dem ursprünglichen Versprechen der Potsdamer Stadtverordneten, mit einer millionenschweren Bürgschaft einzuspringen, war der Trainer mit neuem Elan an die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Truppe gegangen. Doch nur 24 Stunden später kam der Rückzug der Potsdamer Politik, „was nichts anderes als das Aus für den Profifußball in Potsdam bedeutet“, ist sich der Fußballlehrer sicher.

Mit dem kleinsten Etat aller Drittligavereine hatte der Ex-Profi aus dem Aufsteiger ein Vorzeigeteam geformt, das es in der Zukunft in dieser Zusammensetzung nicht mehr geben wird.

dpa

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