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Bei Dynamo Dresden fahren die Gefühle vor der Relegation Achterbahn

Bei Dynamo Dresden fahren die Gefühle vor der Relegation Achterbahn

Die Statistik spricht für Dynamo Dresden, doch beim Fußball-Drittligisten drückt vor den zwei entscheidenden Relegationsspielen um den Zweitliga-Aufstieg der Schuh gleich an mehreren Stellen.

Dresden. Kurz vor dem ersten Aufeinandertreffen mit Zweitligist VfL Osnabrück an diesem Freitag (20.30 Uhr/live im MDR) in Dresden muss der Club mehrere Hiobsbotschaften verkraften.

So steht bereits vor der Relegation fest, dass das Sturm-Duo der Schwarz-Gelben in der kommenden Saison definitiv nicht mehr in Dresden zu sehen sein wird. Während Alexander Esswein (17 Treffer) bereits vor einigen Wochen bei Bundesligist 1. FC Nürnberg unterschrieb, beordert nun Zweitligist Greuther Fürth Dani Schahin (9 Tore) zurück ins Frankenland. Der Stürmer wurde in der Winterpause nur ausgeliehen.

Doch nicht nur das hat Trainer Ralf Loose die Laune ein wenig verdorben. Der Übungsleiter hat angesichts mehrerer Verletzungen Sorgenfalten auf der Stirn. Kapitän und Innenverteidiger Thomas Hübener verletzte sich im Training an der Schulter. Sein Einsatz ist ungewiss und Rechts-Verteidiger Florian Grossert musste am Mittwoch das Training mit Adduktoren-Problemen abbrechen. Linksverteidiger Sebastian Schuppan ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt und bei Schahin zwickt das verletzte Knie wieder.

Loose, der sich seit seinem Amtsantritt am 12. April als echter „Feuerwehrmann" erwies und kein Spiel verlor, muss dennoch optimistisch bleiben. „Es ist eine schwere Situation, doch die Mannschaft ist hochmotiviert", sagt der Trainer. Auch die Tatsache, dass seit 2009 stets der Drittligist den Aufstieg klar machte, sieht der 48-Jährige nicht als Druck. „Das ist keine Belastung für meine Mannschaft. Es freuen sich alle auf die Spiele und wir sind körperlich gut in Schuss", erklärt Loose.

Den Gegner hat er mehrmals beobachten lassen und weiß um die Stärken der Lila-Weißen: „Sie haben einige gute Spieler bei Standards und die Offensivkräfte sind sehr laufstark." Loose hofft jedoch, mit den Fans im Rücken das erste Spiel für sich entscheiden zu können. „Es ist gut, dass zuletzt nicht alles geklappt hat, dann ist die Konzentration bei uns größer."

Die 29.270 Tickets waren in Windeseile vergriffen. Fans und Umfeld träumen von der Rückkehr ins Unterhaus des deutschen Fußballs. Nach dem Abstieg 2006 wäre der Erfolg auch finanziell dringend nötig, denn den Klub plagen Bürgschaftssorgen in Millionenhöhe. Während der Verein für die dritte Liga über zwei Millionen Euro an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen muss, fordert die Deutsche Fußball-Liga (DFL) für die zweite Liga lediglich 830.000 Euro. „Wenn die Stadt oder die städtischen Unternehmen uns nicht helfen, ist die Situation aussichtslos", verkündete Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz.

Tina Hofmann, dpa

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