Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Biathlon-Staffel der Männer ohne Glück im Oberhofer Wetter-Lotto

Biathlon-Staffel der Männer ohne Glück im Oberhofer Wetter-Lotto

Im Nebel, Wind- und Regenchaos von Oberhof hat die deutsche Biathlon-Staffel erstmals seit mehr als zehn Jahren das Podest verpasst. Ausgerechnet Schlussläufer Simon Schempp musste beim Wetter-Lotto im Thüringer Wald in die Strafrunde.

Voriger Artikel
Leipziger Renntalent Marvin Kirchhöfer startet zweite Saison in der GP3
Nächster Artikel
Leipziger Talent Lucie Reiche: Den Doppel-Axel aufs Eis zaubern

Simon Schempp beim Schießen in Oberhof.

Quelle: Martin Schutt

Oberhof. Deshalb beendeten das olympische Silber-Quartett Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Schempp am Donnerstag die 4x7,5 Kilometer mit einem Rückstand von 2:43,7 Minuten hinter Olympiasieger Russland, Weltmeister Norwegen und Frankreich nur auf Rang vier. Die Franzosen gedachten bei der Siegerehrung mit einem Schild „Je suis Charlie“ den Todesopfern beim Terroranschlag in Paris.

Nach dem in allen Belangen denkwürdigen Weltcup-Rennen mit insgesamt zwei Strafrunden und zwölf Nachladern für das deutsche Team sagte Simon Schempp: „Als ich mich hingestellt habe, hat der Wind noch aufgefrischt und ich hatte schon nach dem Liegendanschlag richtig kalte Finger. Da habe ich mich richtig schwergetan.“ Beim Damen-Sprint am Freitag soll das Wetter noch ungemütlicher werden. Dann feiert die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann ihr Weltcup-Comeback.

dpaca86d1f2ca1420737327.jpg

Oberhof. Im Nebel, Wind- und Regenchaos von Oberhof hat die deutsche Biathlon-Staffel erstmals seit mehr als zehn Jahren das Podest verpasst. Ausgerechnet Schlussläufer Simon Schempp musste beim Wetter-Lotto im Thüringer Wald in die Strafrunde.

Zur Bildergalerie

Mit einer Pudelmütze auf dem Kopf und einem dicken Schal um den Hals plauderte die 28-Jährige nach dem Training im Schmuddelwetter locker und gelöst über ihre schweren Jahre. „Aktuell geht es mir sehr gut“, sagte die Skijägerin aus Schmiedeberg. Offen spricht sie über ihre gesundheitlichen Probleme, über ihren dreimonatigen Krankenhaus-Aufenthalt, in dem sie gelernt habe, mit all dem umzugehen. „Ich weiß, wie es theoretisch funktioniert. Mal sehen, ob ich es praktisch umsetzen kann.“ 

Im IBU-Cup in Polen statt im Weltcup muss dagegen Miriam Gössner ran. „Happy Girls in Polen“, postete die Garmischerin vor dem ersten ihrer drei Aufbau-Rennen vom Freitag bis Sonntag auf ihrer Facebook-Seite. Zusammen mit ihrer Teamkollegin Maren Hammerschmidt zeigt die 24-Jährige, ebenfalls zweimalige Staffel-Weltmeisterin, auf dem Foto ein strahlendes Lächeln. 

Zum Lachen hatten die Biathleten am Donnerstag in Oberhof nichts. Dagegen waren die 10 500 Zuschauer auf den Tribünen trotz einer 30-minütigen Startverschiebung und des einsetzenden Regens allerbester Stimmung. Die Athleten hingegen mussten sich anpassen, sogar auf Klappscheiben wurde angeschossen. „Das ist mir in meiner Karriere auch noch nicht passiert“, sagte Startläufer Lesser. Die Trainer spurteten immer wieder die 50 Meter zur Scheibe, um das Treffer-Bild in Augenschein zu nehmen. 

Wenig später traf Lesser seine ersten fünf Schüsse und das deutsche Quartett lag sogar in Führung. Doch beim zweiten Auftritt am Schießstand reichten dem Olympia-Zweiten im Einzel drei Nachlader nicht, der Frankenhainer musste die Extrarunde laufen. „Die Handschuhe waren sacknass und ich hatte kein Gefühl im Finger“, sagte er. Lesser stellte aber fest: „Das Rennen an sich war fair für alle.“ Das deutsche Quartett machte sich danach auf die Aufholjagd. Böhm und Peiffer führten das Team bis auf Rang zwei, weil auch die Rivalen patzten.

Beim sechsten Schießen vermied Peiffer im Gegensatz zur Konkurrenz die Strafrunde. „Da war ordentlich Wind. Zum Glück habe ich gewartet, das hat sich gelohnt“, sagte er. Der ehemalige Sprintweltmeister schaltete auf der Schlussrunde den Turbo ein und übergab als Zweiter hinter Norwegen auf Schempp. Das war wichtig, falls das Rennen abgebrochen worden wäre. Doch die Jury tat den DSV-Skijägern den Gefallen nicht. Beim letzten Schießen von Schempp fielen dann die Scheiben auch mit drei Nachladern nicht.

Volker Gundrum

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.