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Biedermann bei WM-Start happy: „Bronze gewonnen“

Biedermann bei WM-Start happy: „Bronze gewonnen“

Paul Biedermann war geschlagen und bekam das Dauerlächeln trotzdem nicht mehr aus dem Gesicht. Mit WM-Bronze um den Hals freute sich der entthronte Titelverteidiger wie ein Weltmeister.

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Vollkommen zufrieden mit der Bronzemedaille ist Paul Biedermann.

Quelle: dpa

Shanghai. In einem packenden Rennen musste der 24-Jährige am Sonntag über 400 Meter Freistil in Shanghai nur die Asiaten ziehen lassen. „Ich denke, ich habe Bronze gewonnen. Mehr war jetzt nicht drin“, sagte Biedermann. In 3:44,14 Minuten war Biedermann so schnell wie noch nie seit dem Verbot der High-Tech-Anzüge.

Olympiasieger Park Taehwan aus Südkorea siegte in 3:42,04 vor dem chinesischen Lokalmatadoren und Weltjahresbesten Sun Yang, der 3:43,24 Minuten benötigte. Nur mit der zehntbesten Zeit des Jahres war Biedermann nach China gereist, doch schon als Gesamtdritter aller Vorläufe ließ er aufhorchen.

„Das ist meine beste Bronzemedaille bis jetzt. Ich weiß, was ich künftig zu tun habe: noch mehr zu trainieren“, sagte Biedermann, von dem eine Last abgefallen zu sein schien. Und seine Freundin Britta Steffen lobte ihn für den starken Auftritt. „Paul war super, hat er richtig gut gemacht, ich bin sehr stolz auf ihn“, sagte die Olympiasiegerin nach Bronze in ihrer Staffel.

Wie Popstars erschienen die acht Finalisten in der voll besetzten Kronen-Halle, Biedermann verzog bei der Lichtshow wie gewohnt keine Miene. Langsam ließ er das Rennen angehen, war bis 300 Meter nur Siebter. Dann aber schaltete der Praktikant der Wasserwerke Halle/Saale den Turbo ein. Sein gefürchteter Endspurt brachte ihn vor der Schlussbahn auf Platz zwei. Dann aber konnte er den frenetisch angefeuerten Sun nicht mehr halten.

„Ich dachte, die letzten 50 Meter gegen Sun Yang wären meine, dabei waren es seine, auch ’ne tolle neue Erfahrung. Ich bin zufrieden, meinen Weltrekord habe ich auch noch“, sagte Biedermann, der den Sieg gegen den auf der Außenbahn enteilten Park schon früh abgeschrieben hatte. „Nach 250 Metern habe ich gesagt, den kriegst du nicht mehr“, sagte Biedermann. Auf der internationalen Pressekonferenz übernahm er die Übersetzung ins Englische gleich mit und erkundigte sich per Zeichensprache, ob denn schon die Freistil-Staffel mit Freundin Britta begonnen habe.

Nach zweimal Gold und einmal Silber in Rom vor zwei Jahren war es die vierte WM-Medaille auf der Langbahn. Für den Deutschen Schwimm-Verband bedeutet diese Bronzemedaille die neunte in Shanghai, die Damen-Staffel legte mit Bronze nach. Am Dienstag kommt es für Biedermann zur mit Spannung erwarteten Revanche mit Rekord-Olympiasieger Michael Phelps. „Da muss ich im Vorlauf auch volle Pulle gehen.“

Marc Zeilhofer und Christian Kunz, dpa

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