Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Böhlitzer Sportanlagen unter Wasser, Lipsiade-Staffellauf auf der Kippe

Böhlitzer Sportanlagen unter Wasser, Lipsiade-Staffellauf auf der Kippe

Im Januar 2011 wurden Böhlitzer Sportstätten an der Ludwig-Jahn-Straße durch das Hochwasser arg in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt heißt es erneut: Land unter.

Voriger Artikel
Handball-Drittligist 1. VfL Potsdam stellt Insolvenzantrag
Nächster Artikel
Meistertrainer Magath wünscht Ballack tolles Abschiedsspiel in Leipzig – Partie findet statt

Mit vereinten Kräften: Am DHfK-Bootshaus Klingerweg bringen Vereinsmitglieder Fahrzeuge und Material in Sicherheit.

Quelle: Lieven Spur

Betroffen sind Rollhockeyspieler, Tennisspieler und Fußballer. Derweil haben die Leipziger Kanuten mit vereinten Kräften Boote, Fitnessgeräte und Mobiliar in Sicherheit gebracht, die Solidarität untereinander ist groß. Ob der für morgen geplante Lipsiade-Staffellauf auf der Nordanlage im Sportforum stattfinden kann, wird heute Vormittag entschieden.

 

 

Das Wasser steht ihnen wieder sprichwörtlich bis zum Hals. "Alles abgesoffen", kommentierte Denis Achter gestern mit trockenem Humor das Hochwasser-Ausmaß für die Rollhockeyspieler des RHC Aufbau Böhlitz-Ehrenberg. Am Montagabend stand das Wasser bis zu 1,35 Meter an der tiefsten Stelle im Stadion. Die Spielfläche war bis zu 80 cm überflutet. Das Wasser stoppte diesmal allerdings nicht am Eingangstor, sondern bahnte sich seinen Weg durch die Tennisanlage des ansässigen TSC. Kurze Zeit später mussten auch die Kicker des TSV 1990 ihr Training einstellen "Bei uns hat es die gesamten Spielflächen überflutet", sagte Vereinsvorstand Uwe Göttlinger. "Die gerade grundhaft sanierte Laufbahn ist dahin. Auch die Spielflächen und der Rasen werden völlig verschlammt sein, sodass es lange dauern wird, bis alles wieder instandgesetzt ist." Gleiches befürchten die Rollhockey-Verantwortlichen, die nach einem Jahr Zwangspause und vielen Hürden endlich das neue Vereinsdomizil nutzen konnten. Erst Pfingsten ging dort das internationale Turnier erfolgreich über die Bühne. "Wir werden unserem Vereinsnamen Aufbau wieder alle Ehre machen müssen - hoffentlich dann auch mit schneller Hilfe von Stadt, Land und Bund."

Auf die Frage, ob der Verein am Montag rechtzeitig informiert wurde, meinte Achtner: "Gegen 11 Uhr hat eine Information von der Talsperrenbehörde stattgefunden. Da hieß es, dass das Wehr gezogen werden könnte und wir Sicherungsmaßnahmen durchführen sollten. Das haben wir gemacht. Während dieser Arbeiten konnten wir allerdings die Pressekonferenz nicht verfolgen, sodass die Info über die Wehröffnung nicht zu uns drang. Auch die aus dem Wald strömenden Leute waren überrascht. Hier hätten wir uns über eine Information zum Beispiel über Polizei/Feuerwehr per Durchsagen gefreut."

Angespannt ist die Situation für die Leipziger Wassersportler. "Wir konnten bereits seit letzter Woche nicht mehr den Fluss nutzen, mussten auch den neu installierten Nachwuchscup verschieben. Das Training findet auf dem Kanal in Burghausen oder in Markranstädt statt, zusätzlich auch am Wochenende", schilderte DHfK-Kanu-Trainerin Sabine Luda die Notlage und betonte: "Wir erleben eine große Solidarität der anderen Vereine." Selbstlos packten die DHfK-Kanuten am Klingerweg an. SOS wurde übers Handy geschickt und die Hilfswelle rollte. Die Leute schleppten Kraftgeräte und Mobiliar aus dem Keller nach oben, die Boote wurden im Gebäude gesichert sowie auf Hängern nach Markranstädt gebracht.

Ähnlich lief die Aktion am LVB-Bootshaus Schleußiger Weg. "Zum Glück ist das Wasser bisher nicht über den Damm geschwappt. Einen Großteil der Boote und Trainingsmaterial konnte in Sicherheit gebracht werden. Leider musste unsere für Freitag geplante Regatta abgesagt werden", erklärte die Presseverantwortliche Theresia Landgraf. Mit bangem Auge schauen auch die Slalomartisten des LKC auf den Pegelstand am neuen Bootshaus Pistorisstraße. Stützpunkttrainer Frithjof Bergner berichtete: "Wir haben nachts bei Sicherungsarbeiten in der Brückenstraße geholfen und Sandsäcke befüllt. Im Bootshaus drückt das Grundwasser in den Keller, das wurde abgepumpt. Noch ist die Lage stabil."

In den Startlöchern stehen die Organisatoren der 20. Sparkassen-Lipsiade. Traditionell wird das imposante Nachwuchssportfest mit dem Staffellauf der Grundschulen eröffnet. Morgen sollen nahezu 1000 Mädchen und Jungen auf der Nordanlage im Sportforum aktiv sein. "Wenn sich die Lage nicht verschlechtert, orientieren wir auf Durchführung", hofft Stadtsportbund-Referentin Sophie Thiele und ihr gesamtes Team heute auf ein positives Signal aus der Stadtverwaltung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.06.2013

Kerstin Förster

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.