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Bradl soll Bock umstoßen: Heimsieg vor 200.000 Zuschauern am Sachsenring möglich

Bradl soll Bock umstoßen: Heimsieg vor 200.000 Zuschauern am Sachsenring möglich

Als Ralf Waldmann 1996 auf dem Nürburgring den Motorrad-Grand-Prix von Deutschland gewann, war Stefan Bradl gerade mal sechs Jahre alt. 15 Jahre später ist er der große Hoffnungsträger von über 200 000 Zuschauern.

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Stefan Bradl will beim Heimspiel auf dem Sachsenring glänzen.

Quelle: dpa

Hohenstein-Ernstthal. Auf dem Sachsenring soll die erfolglose Serie der deutschen Piloten bei Heimrennen am Sonntag zu Ende gehen. Auf dem Zahlinger lastet ein großer Druck, dem er aber standhalten will, zumal es noch eine Marke zu knacken gibt: Auf dem Sachsenring gewann als bislang letzter Deutscher Dieter Braun. Und das war vor genau 40 Jahren.

„Es ist ein Rennen wie alle anderen auch, wenn man es genau betrachtet. Ich kann aber nicht leugnen, dass es mich stolz macht, als WM-Führender zum Sachsenring gekommen zu sein. Das ganze Drumherum wird aber heftiger sein als auf anderen Rennstrecken. Darauf sind wir vorbereitet“, sagt Bradl. Der 21-Jährige, der in dieser Saison bislang vier Rennen gewann, ist bestens vorbereitet. „2008 habe ich hier in der 125 Kubikzentimeter-Klasse ein Podium eingefahren und mit dem Paket, was wir im Moment haben, dürfte für dieses Wochenende auch wieder einiges drin sein“, meint Bradl selbstbewusst.

Doch der erste Trainingstag lief noch nicht nach Wunsch. Probleme mit dem Vorderrad machten dem Kalex-Piloten zu schaffen, so dass nur Platz sechs heraussprang. „Es ist aber nichts verloren. Wir haben noch etwas zu tun bis zum Qualifikationstraining am Samstag“, bemerkt der Bayer.

Seit seinem Sieg im Regen in Silverstone kann Bradl nun auch das Wetter nicht mehr aus der Ruhe bringen. Die Meteorologen sagen für das Wochenende überwiegend Trockenheit voraus, der ein oder andere gewittrige Schauer ist aber nicht ausgeschlossen. „Sobald ich auf dem Motorrad sitze, bin ich voll konzentriert und gebe, was ich kann“, verspricht Bradl den Fans eine neue Show.

Die könnten ihm jedoch vorher schon zwei andere stehlen. Denn in der Achtelliter-Kategorie gehen auch Sandro Cortese (Berkheim) und Jonas Folger (Schwindegg) nicht chancenlos an den Start. Besonders Cortese ist hochmotiviert, schließlich hat er in seiner Laufbahn noch nie einen WM-Lauf gewonnen. Dazu ist sein sächsisches „Racing Team Germany“ nur wenige Kilometer vom Sachsenring entfernt beheimatet. „Ich gehöre in jedem Rennen auf das Podium, das habe ich bei den ersten Grand Prix in dieser Saison bewiesen. Zuletzt gab es einige Probleme, aber der Sachsenring liegt mir. Spätestens nach meinem Podestplatz vor einem Jahr weiß ich, was hier möglich ist“, bemerkt der Aprilia-Pilot.

Er glaubt, einen speziellen Vorteil zu haben: Beim Rennen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) startete er im Juni auf dem Sachsenring und gewann. „Ich muss in Sachen Einstellung nichts mehr testen, kann an den Feinheiten arbeiten“, sagt der 21-Jährige. Am Freitag klappte das nicht wie erhofft, da es deutliche Temperaturunterschiede gab. „Erst nach einem Umbau der Aprilia lief es besser. Wir wissen, wohin wir arbeiten müssen“, meint Cortese, der Fünfter wurde.

Ohne Druck geht Jonas Folger an den Start. Der 17-Jährige hatte in Silverstone erstmals einen Grand Prix gewonnen, wird von der Öffentlichkeit aber noch nicht so wahrgenommen wie Bradl und Cortese. Durchaus ein Vorteil, wie Folger glaubt. „Ich kann mich entspannter vorbereiten. Mal sehen, was dann herauskommt“, sagt der Bayer, der am Freitag Rang acht erreichte. Favorit auf den Sieg ist der WM-Spitzenreiter Nikolas Terol aus Spanien, der erwartungsgemäß die schnellste Runde drehte.

In der „Königsklasse“ MotoGP bekommen die Fans keinen deutschen Piloten zu sehen - noch nicht. Denn Bradls Aufstieg in der kommenden Saison scheint ebenso beschlossene Sache zu sein wie Corteses Umstieg in die Moto2. Wer in der bedeutensten Kategorie die Nase vorn haben könnte, ist völlig offen. Am Freitag taten sich die Favoriten im Training alle schwer. Valentino Rossi (Italien), Casey Stoner (Australien) und Daniel Pedrosa (Spanien) machten unliebsame Bekanntschaft mit dem sächsischen Kies, blieben aber von großen Verletzungen verschont. Marco Simoncelli (Italien) kam am besten zurecht und war Trainingsschnellster.

Gerald Fritsche, dpa

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