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Braundorf passt ins Hänsel-Schema

Braundorf passt ins Hänsel-Schema

Lok Trainer Carsten Hänsel ist sauer. Aber nicht, weil sein Regionalliga-Team in den ersten drei Spielen nur einen Punkt holte. Ihn ärgert vielmehr das Fehlen von Leistungsträger Kevin Kittler morgen (13.30 Uhr) in Zwickau.

Der Innenverteidiger erhielt nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Auerbach (1:1) vom NOFV-Sportgericht die Minimalsperre von einer Partie.

Der Spieler habe den Ball bewusst mit der Pieke in Richtung Schiedsrichter Felix-Benjamin Schwermer geschossen, heißt es in der Begründung. Ein Witz: Wenn ein Regionalliga-Akteur jemanden aus 15 Metern Entfernung um sechs Meter verfehlt, hatte er ihn bestimmt nicht im Visier. "Und für solch eine Fehlentscheidung wird Schwermer am Samstag als Schiri-Assistent mit dem Drittliga-Spiel Duisburg gegen Chemnitz belohnt", wettert Hänsel, der nach dem nicht geraden optimalen Start seiner Jungs aber nicht verbittert wirkt. Das Urteil spricht eindeutig für Kittlers Unschuld.

Wer ihn bei den favorisierten Zwickauern ersetzen wird, verrät der Coach nicht. "Die Zwickauer sollen sich überraschen lassen." Er hat indes nicht die Absicht, seinen Männern ein Defensivkonzept zu verpassen. "Das würde nicht gut gehen. Irgendwann finden die stärker besetzten Gastgeber eine Lücke, die sie dann zum Tor nutzen. Wir müssen kompakt stehen und selbst Fußball spielen. Ein Punkt wäre schon ein Erfolg für uns."

Der 30-Jährige habe die wenigsten Sorgen auf der Torwart-Position. Die Nummer eins Steven Braunsdorf hat dennoch besonderen Druck. "Wir gehen in der Regionalliga in kein Spiel als Favorit. Und wir haben nur eine Chance zu punkten, wenn der Keeper mindestens einen unhaltbaren Ball hält", meint der Trainer, der mit Braunsdorf sehr zufrieden ist.

Düsengang habe der Schlussmann aber keinen. "So schlecht lief es bisher nicht. Es ist nur bitter, dass bisher nicht mehr rausgekommen ist", erklärt der 21-Jährige, für den Lok noch eine Lehrstelle sucht. Industriekaufmann ist sein Wunschberuf. Hänsel hatte ihn im Juni angesprochen. "Ich habe U23-Spieler ausgesucht, die in der dritten Liga keine Chance haben", verrät der Lok-Coach seine Strategie.

Braunsdorf passt genau hinein. "Ich hatte in Jena keine Perspektive, sollte die Nummer zwei hinter Tino Berbig sein. Da habe ich mich unter mehreren Angeboten für Lok entschieden, einem Traditionsverein mit vielen Fans." Über seine Zukunftspläne hält er sich bedeckt: "Erst mal die Klasse halten. Mal sehen, was dann kommt." Der geborene Zerbster plant deshalb auch zweigleisig und möchte unbedingt einen Beruf erlernen.

Im Rahmen des Fanforums mit 70 Teilnehmern aus allen Gruppierungen wurde am Donnerstag beschlossen, einen Fanbeirat zu gründen. Dessen Zusammensetzung wird nicht vom Lok-Vorstand festgelegt. Der müsse aber zustimmen, erklärt Präsidiumsmitglied René Gruschka.

Norbert Töpfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.08.2013

Norbert Töpfer

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