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Bronze in Wien: Sechste Einzelmedaille für Leipziger Slalom-Kanuten Jan Benzien

Bronze in Wien: Sechste Einzelmedaille für Leipziger Slalom-Kanuten Jan Benzien

Jan Benzien hat am Sonnabend bei den Kanuslalom-Europameisterschaften in Wien seine Medaillensammlung erweitert. Der Paddler vom Leipziger Kanuclub errang auf dem neuen Kanal auf der Donauinsel die Bronzemedaille im Finale der Einercanadier.

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Jan Benzien holt sich bei der EM in Österreich Bronze.

Quelle: Jacek Bednarczyk

Wien. „Ich bin sehr happy, denn in den vergangenen Tagen und vor allem in den Qualifikationsläufen sah es nicht nach einer Medaille für mich aus. Gern hätte ich Silber geholt, denn die Farbe fehlt mir noch in meiner EM-Sammlung“, sagte der 31-Jährige, der sich in den vier Läufen auf dem identischem Parcours kontinuierlich steigerte.

Der gebürtige Hesse, der seit 15 Jahren international am Start ist und seit dieser Zeit in Leipzig lebt, war mit Platz 26 in der Qualifikation gestartet und hatte sich im zweiten Lauf am Freitag auf Rang zwölf verbessert. Im Halbfinale am Sonnabend Vormittag zeigte der zweifache Familienvater mit Platz fünf, dass auch auf dem recht einfachen Wiener Wildwasser mit ihm zu rechnen ist.

Im Finale war sogar die erfolgreiche Titelverteidigung drin. „Wenn ich nicht ein Tor berührt hätte, wäre ich sogar Erster gewesen. Allerdings haben heute viele Favoriten Fehler gemacht, weil sie im Finale alles riskieren mussten.“ Benzien holte seine sechste Einzelmedaille bei großen internationalen Meisterschaften seit 2002. Seine EM-Bilanz schraubte er auf einmal Gold und dreimal Bronze, hinzu kommen zwei WM-Medaillen.

Verdienter Europameister wurde der letztjährige WM-Zweite Alexander Slavkovsky, der wie Benzien 31 Jahre alt ist. Doppel-Olympiasieger Michal Martikan – mit 35 Jahren der Älteste im Feld – machte den slowakischen Doppelerfolg perfekt. Er schob sich auf den letzten Metern noch am Leipziger vorbei. Jan Benzien landete aufgrund der zwei Strafsekunden letztlich 1,56 Sekunden hinter dem Sieger. Wie knapp es in der Weltspitze mal wieder zuging, zeigt der minimale Vorsprung des Wahl-Sachsen auf den Viertplatzierten. Denn der Franzose Denis Gargaud, Weltmeister von 2011, landete nur neun Hundertstel hinter dem Aushängeschild vom Leipziger KC.

Deutschland war als einzige Nation mit drei Canadierfahrern im Finale vertreten. Der Halbfinal-Sieger Sideris Tasiadis (24) aus Augsburg hätte als letzter Starter Jan Benzien noch vom Podest verdrängen können. Doch der Olympiazweite fand nicht die Ideallinie und wurde Siebter. Auf Platz acht kam in seinem zweiten EM-Finale der Leipziger Franz Anton. Der 24-Jährige steigerte sich gegenüber der Europameisterschaft 2013 in Krakau um eine Position, war mit seinem Lauf aber nicht zufrieden.

Frank Schober

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