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Chancenlos im Paradies

Chancenlos im Paradies

Marco Rose redete nicht um den heißen Brei herum. "Der Jenaer Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung, sie haben uns in die Knie gezwungen", sagte der Lok-Trainer, "meine Mannschaft hat sich in den entscheidenden Situationen nicht so gewehrt, wie ich das erwarte.

Jena. " Jenas Coach Petrik Sander war zufrieden: "Lok ist ja kein Fallobst, aber meine Jungs haben hervorragend gearbeitet."

Die Thüringer hatten mit den Probstheidaern noch aus dem Hinspiel ein Hühnchen zu rupfen. Beim 0:1 in der Red-Bull-Arena kassierten sie ihre einzige Saisonniederlage, trotz drückender Überlegenheit gegen nach zwei Feldverweisen auf neun Mann dezimierte Leipziger. Albrecht Brumme hatte früh den Siegtreffer erzielt. Auch gestern im Jenaer "Paradies" startete Lok stark, war zunächst auf Augenhöhe, ließ in den ersten 20 Minuten keine Jenaer Gelegenheiten zu - und geriet dann aus heiterem Himmel unglücklich in Rückstand.

Kevin Kittler hatte an der Strafraumgrenze einen Schuss abgewehrt, Schiri Steffen Hösel aus Rövershagen dabei ein Handspiel gesehen. Den Freistoß zirkelte der frühere Leipziger Tom Geißler unhaltbar über die Mauer ins Netz (21.) - Keeper Christopher Gäng musste sich nach mehr als 300 Minuten wieder geschlagen geben. Marco Rose ärgerte sich später mächtig: "Das hatte der Schiri exklusiv, Kittler bekam den Balls ans Ohr. Das Spiel wäre vielleicht anders gelaufen, wenn es länger 0:0 gestanden hätte."

Lok versuchte zu antworten, hatte leichte Feldvorteile, blieb aber im Angriff ungenau und harmlos. Im vierten Spiel binnen zehn Tagen fehlten Spritzigkeit und Durchsetzungsvermögen. Jena, das nach dem Sonntag-1:1 in Auerbach auch nicht frisch wirkte, hatte nun Räume und konterte gefährlich. Yves Brinkmann jagte die Kugel freistehend über den Kasten (33.), Geißler zwang Gäng aus 20 Metern zu einer Glanzparade (34.).

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Lok bemüht, aber nie zwingend, Jena mit mehr Zug zum Tor. Nachdem Marcel Schlosser den zu langsamen Ronny Surma versetzt und das 2:0 erzielt hatte (56.), war die Partie entschieden, ging es dahin. Lok hatte Glück, dass die Gastgeber weitere Großchancen vergaben, der freigespielte Marco Riemer verzog (57.) und Sebastian Fries (63.) an Gäng scheiterte. Doch in Minute 69 schlug es erneut ein - Riemer durfte unbedrängt einen Freistoß einköpfen.

Es folgte die erste und einzige gute Leipziger Möglichkeit. Der eingewechselte Andre Stratmann setzte einen Kopfball knapp neben den Pfosten (78.). Zu wenig an einem Abend zum Vergessen. "Wir sind jetzt wieder geerdet", gestand Rose, der am Sonntag in Magdeburg ohne Kittler und Raik Hildebrandt auskommen muss. Beide sahen ihre fünfte Gelbe - Kittler für ein Handspiel, das keines war.

Lok: Gäng - Surma, Kittler, Theodosiadis, Seifert - Spahiu, Brumme, Hildebrandt (56. Wendschuch), Werner (64. Engler) - Rolleder, Schulz (77. Stratmann).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.04.2013

Steffen Enigk

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