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Chemiker stellen die Weichen: BSG berät über Zukunft des Vereins

Chemiker stellen die Weichen: BSG berät über Zukunft des Vereins

Am Sonntag hätten die Kicker der BSG Chemie beim SV Schleußig 1990 in die Rückrunde starten können - doch die Witterungsbedingungen machen ihnen einen Strich durch die Punkterechnung.

Doch bereits am Donnerstagabend gibt es einen wichtigen Termin für den Leutzscher Verein: Der Vorstand um Chef Thomas Heier lädt zur Mitgliederversammlung nach Grünau.

Dass es dabei zu Kontroversen kommen kann, schließt Heier nicht aus. Geht es doch um die Entwicklung der BSG Chemie, die sich in der Tradition der erfolgreichen Leutzscher Fußballer sieht. "Wir sind nicht blauäugig, sehen natürlich, dass es sicher besser wäre, wenn alle Leutzscher Fußball-Fans an einem Strang ziehen würden. Aber derzeit trennt uns vom FC Sachsen einiges", erklärt Heier.

Natürlich die sportliche Klasse, aber auch, vieles, was das gesamte Umfeld bis hin zu den Sponsoren betrifft. Natürlich weiß er, dass sich der FC Sachsen gegenwärtig erneut mit Insolvenzproblemen herumschlagen muss. "Auch deshalb steht ein Zusammengehen momentan nicht zur Debatte." Aber beide Vereine sind und bleiben im Gespräch, so dass es sicher eines Tages wieder einen, dann erstarkten, Leutzscher Verein geben wird.

Doch das alles sei ein Prozess, werde noch Zeit brauchen. So jedenfalls beschreibt Heier die Vision, über die heute auch debattiert werden soll. "Dass wir mit unseren aktuell 136 zahlenden Mitgliedern der kleinere Teil sind, ist klar. Aber wir stehen für jugendliche Begeisterung, für frische Ideen und Events", beschreibt er die Lage in der Fanschar der BSG, die einen Altersdurchschnitt von unter 25 Jahren aufweist. Und in der nicht nur Fußball, sondern auch erfolgreich Schach gespielt wird.

Die Spieler des unangefochtenen Spitzenreiters der 2. Fußball-Kreisklasse (Staffel 1) sehnen das erste Punktspiel des Jahres herbei, wohl auch noch beflügelt von der ersten erfolgreichen Partie des neuen Jahres. Die Chemiker machten zu Monatsbeginn in Nostalgie, hatten sich eine Mannschaft des 1. FC Magdeburg zu einer Art Traditionstreffen geladen.

Die Partie gegen die dritte Mannschaft der Elbestädter - auf vergleichbarem sportlichen Niveau - sollte ein wenig Erinnerung an glorreiche DDR-Oberliga-Zeiten wecken. "Zunächst gab es Sicherheitsbedenken, doch alles verlief in geordneten Bahnen", schildert Thomas Heier den denkwürdigen Tag. Knapp 800 Zuschauer kamen ins Stadion des SV Nordwest an die Merseburger Landstraße, der aktuellen Spielstätte der "Chemiker". Darunter waren 220 Fans der Magdeburger, die gemeinsam mit den Leipzigern ein kleines Fußball-Fest in der elften Liga feierten. Der 3:2-Sieg der Gastgeber war da eine schöne Zugabe.

"Wir konnten alle am Ende zufrieden sein", so Heier. Das will er auch nach Saisonende sagen, wenn der erneute Aufstieg - dann in die 1. Kreisklasse - gefeiert werden soll. Momentan führt die Elf von Trainer Radislav Radojicic (ehemaliger Spieler des FC Sachsen) deutlich mit neun Punkten Vorsprung die Tabelle ihrer Staffel in der 2. Kreisklasse an. Heier staunt, mit wieviel Eifer die Spieler zur Sache gehen: "Die Trainingsbeteiligung ist enorm, da hat der Coach keine Probleme, obwohl er für diese Klasse schon allerhand fordert."

Aber die Erfolge geben Radojicic Recht. Mit der Mannschaft um Kapitän Marko Babick wird sicher auch eine Klasse höher zu rechnen sein.

Eberhard Schmiedel

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