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Chemnitzer Eiskunstläufer Savchenko/Szolkowy laufen brillant - Steuer mit Tränen

Chemnitzer Eiskunstläufer Savchenko/Szolkowy laufen brillant - Steuer mit Tränen

Ingo Steuer hatte schon während der brillanten Kür Tränen in den Augen, küsste Aljona Savchenko dann überschwänglich und drückte Robin Szolkowy herzlich an sich.

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Alle guten Dinge sind drei: Aljona Savchenko (o.) und Robin Szolkowy wurden zum dritten Mal Weltmeister.

Quelle: dpa

Moskau. „Ich habe schon früher gesagt, in Russland zu gewinnen, ist das Größte. Wir haben heute in der Höhle des Löwen gesiegt, das ist einfach genial", sagte der überglückliche Trainer, der nach einer verkorksten Olympia-Saison die von Experten schon abgeschriebenen Chemnitzer zum dritten Mal zu Weltmeistern gemacht hat.

„Es ist sensationell, was beide gezeigt haben. Alles war perfekt, so wie man es sich als Trainer zum Saisonabschluss wünscht." Mit einer flüssigen und temporeichen Darbietung zum „Rosaroten Panther" schraubten die Sachsen am Donnerstag in Moskau den Weltrekord sogar auf unglaubliche 217,85 Punkte.

Zwischen den famosen und blitzsauberen Sprüngen war es mucksmäuschenstill in der mit 12.000 Zuschauern gut gefüllten Megasport-Arena. Lediglich die Auslöser der Fotografen waren zu hören. „So etwas gelingt nur wenigen Sportlern, sie haben die Symbiose aus Sport und Kunst geschafft", schwärmte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU).

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Überragend zur Musik des Rosaroten Panthers: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy .

Quelle: dpa

Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler gelang der WM-Coup 1963/64 nur zweimal. Zuletzt hatten Maxi Herber und Ernst Baier vor 73 Jahren dreimal für Deutschland im Paarlauf gesiegt. Doch der Vergleich ist unfair - die körperliche Höchstleistung der heutigen Eiskunstläufer ist nicht vergleichbar mit früher.

So werden Savchenko/Szolkowy auch keine Pause auf dem Weg zu den Winterspielen 2014 in Sotschi einlegen: „Das Paarlaufen ist das Schwierigste, wir müssen uns immer weiterentwickeln", sagte die 27 Jahre alte Ausnahme-Läuferin, die mit ihrem unbändigen Ehrgeiz die Triebfeder in der Verbindung ist.

„Dieser dritte Titel wird in die deutsche Geschichte eingehen", sagte die gebürtige Ukrainerin voller Stolz. Ihre Eltern und Brüder waren angereist, ein wenig war es auch für sie ein Heimspiel - zumindest feuerte das faire Publikum sie so an. In den nächsten Jahren werden die russischen Silbermedaillengewinner Tatjana Wolososchar/Maxim Trankow ihnen weiter auf den Leib rücken.

Steuer formte die talentierte Wolososchar zwei Jahre, bis sie vor dieser Saison mit Trankow zusammenkam. Die Neulinge legten eine exzellente „Romeo-und-Julia"-Kür hin. „Wenn wir in Sotschi nicht nach oben wollten, hätten wir uns nicht zusammengetan", kündigte Trankow an. Auch Szolkowy, der mit 31 Jahren jetzt schon der Älteste ist, ließ keinen Zweifel an seinem Erfolgshunger. „Das ist klar, dass wir bis dahin dabei sein werden".

Die DEU freute sich über drei Startplätze für die WM 2012 in Nizza, auch wenn Maylin Hausch und Daniel Wende (Oberstdorf/Essen) auf Rang zwölf deutlich unter ihren Möglichkeiten liefen. „Vielleicht inspiriert das einige Läufer bei uns, doch zum Paarlaufen zu wechseln", sagte Dönsdorf. Der einzige Makel des Abends mit dem grandiosen Triumph: Niemand hatte an den Sekt gedacht. „Ich bin völlig alle, ich geh einfach schlafen", sagte der nüchterne Steuer.

dpa

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