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Cindy Roleder: Hürden und Siebenkampf im Einklang

Cindy Roleder: Hürden und Siebenkampf im Einklang

Eine knappe Woche nach dem härtesten Wettkampf ihres Lebens steht Cindy Roleder heute schon wieder in der Startliste. Doch die Leichtathletin vom LAZ Leipzig verzichtete gestern fünf Tage nach dem kraftraubenden Siebenkampf von Götzis auf die Reise nach Regensburg.

. "Ich fühle mich zwar schon wieder ganz gut. Aber hundertprozentig regeneriert bin ich noch nicht", sagte die 24-Jährige, die nun am Mittwoch in Dessau und einige Tage später in St. Pölten einen Angriff auf die EM-Norm über 100 m Hürden starten wird.

Eine Abkehr vom Siebenkampf nach nur wenigen Monaten bedeutet dieses Vorhaben jedoch nicht. Bereits in der Hallensaison hatte die Ex-Chemnitzerin eindrucksvoll demonstriert, wie man für den Mehrkampf trainieren und doch Weltklassezeiten über die Hürden erzielen kann. "Mir tut das vielseitige Training sehr gut. Davon profitiere ich auch im Hürdensprint." Doch der nächste Siebenkampf Ende Juni in Ratingen ist fest eingeplant. "Dann werden mir meine Erfahrungen von Götzis helfen. Ich weiß, dass ich in allen Disziplinen schon jetzt ein paar Punkte mehr holen kann."

Dafür müsse sie beim Weitsprung mit wechselnden Winden besser umgehen, beim Hochsprung lockerer bleiben oder beim 800-m-Lauf nicht erneut zu schnell angehen. "Da habe ich diesmal hinten raus richtig gestanden. Das Gefühl für das richtige Anfangstempo kommt aber mit der Zeit." Mit dem Speer schaffte sie mit Ach und Krach 30 Meter. "Im Winter war mein Schwerpunkt Kugel. Mit dem Speer brauche ich noch viele Würfe, um Sicherheit zu bekommen. Wie schwer ein Speer zu treffen ist, spürte ihr muskulöser Freund diese Woche: "Wir haben beide ein paar Würfe gemacht. Er war noch schlechter als ich."

Dass auf Anhieb im Siebenkampf keine 6000 Punkte und kein EM-Start möglich sind, sei ihr vorher klar gewesen. "Aber ich bin durchgekommen und habe mit meinen 5665 Punkten erst einmal einen Ausgangswert, auf dem sich aufbauen lässt. Ich habe das Miteinander sehr genossen, so etwas kenne ich von den Einzeldisziplinen nicht. Da macht jeder seins."

Während Cindy Roleder also am Mittwoch neben Robert Harting und weiteren Assen beim größten Leichtathletik-Meeting Mitteldeutschlands über die Hürden flitzt, plant Erik Balnuweit am Wochenende erneut einen Doppelstart. Der WM-Teilnehmer von Moskau peilt die EM-Norm über 110 m Hürden an. Heute läuft der 25-Jährige in Regensburg, gut 48 Stunden später steht er in Prag in der Startliste. In der Donaustadt sind auch die LAZ-Flachsprinter dabei - mit Ausnahme von Martin Keller. Der WM-Vierte ist noch in Florida, wo er auf perfekte (Wind)-Bedingungen hofft.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.06.2014
Frank Schober

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