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Coole Fechter planen in heißer Arena sächsisches Medaillenfestival

Coole Fechter planen in heißer Arena sächsisches Medaillenfestival

Auf den Planchen der Leipziger Arena planen Deutschlands Fechter ein Medaillen-Festival, die Voraussetzungen sind exzellent. Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann, Säbel-Weltmeister Nicolas Limbach und der Tauberbischofsheimer Degen-Experte Jörg Fiedler sind vor den am Samstag beginnenden Europameisterschaften in der Weltrangliste top.

Leipzig. „Das zeigt, dass sie jedes Turnier der Welt gewinnen können - aber leider nicht immer gewinnen werden“, warnt Manfred Kaspar vor überzogenem Anspruchsdenken.

Der Sportdirektor des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) liebäugelt mit der Wiederholung der Bilanz von Plowdiw 2009, die für ihn „gigantisch gut“ war: Gold für Heidemann und Sven Schmid mit dem Degen, Silber für Katja Wächter mit dem Florett, dazu dreimal Bronze - Kaspar hätte nichts gegen eine Neuauflage von Bulgarien. „Drei plus“ lautet seine zurückhaltende Medaillen-Hochrechnung: „Und ein Titel sollte schon dabei sein.“

Die deutschen Stars halten sich vor den ersten vier von insgesamt zwölf Entscheidungen - zwei am Samstag, zwei am Sonntag - bedeckt. „Ich würde mich freuen, wenn ich eine Medaille machen würde“, ließ Titelverteidigerin Heidemann wissen. Florett-Olympiasieger Benjamin Kleibrink will wie bei der WM 2005 „’ne Menge Spaß“ in Leipzig haben und nach einem Jahr ohne Einzelmedaille erneut auf das Podest.

Der dreimalige Florett-Weltmeister Peter Joppich, der am Sonntag fast parallel mit Britta Heidemann auf Gold-Jagd gehen könnte, hatte aus Studiengründen nur drei Wochen Zeit für die EM-Vorbereitung. Was ihm möglicherweise fehlt, soll die Heim-Atmosphäre ausgleichen. Der Koblenzer erinnert sich liebend gern an die WM vor fünf Jahren. „Da war eine Bärenstimmung, die Fans haben uns nach vorn gepusht.“

So soll es wieder werden, wenn es nach Kaspar und DFeB-Präsident Gordon Rapp geht. „Ich wünsche mir ein in allen Belangen großes Fest unseres Sports“, sagte Heidemanns Peking-„Goldschmied“ Kaspar. Seinem Chef ist vor dem Auftritt der 25 Deutschen nicht bange: „Wir haben überhaupt keinen Grund, uns zu verstecken“, meinte Rapp. Er will die Athleten nicht an die kurze Leine des Erfolgs nehmen: „Die sollen frisch und fröhlich auf die Planche gehen“ - und „den einen oder anderen Titel gewinnen“.

Die heißen Temperaturen könnten in der Leipziger Arena zu einem Problem werden, denn in der Halle gibt es keine Klimaanlage. Um einem Hitzekollaps vorzubeugen, installierten die Organisatoren am Freitag eine externe Klimaanlage. Egal wie, Britta Heidemann nimmt jede Herausforderung an: „Ich bin körperlich gut vorbereitet, jeder hat die gleichen Bedingungen. Und mit denen muss man einfach umgehen.“ Ob die Leverkusenerin zur körperlichen Abkühlung mit einem simplen Kühlmittel arbeitet? „Nein, Eiswürfel bleiben weg. Ich konzentriere mich ganz auf meine Gefechte.“

Dietmar Fuchs und Frank Kastner, dpa

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