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Cortese hält Wort: Platz drei begeistert Massen auf dem Sachsenring

Cortese hält Wort: Platz drei begeistert Massen auf dem Sachsenring

Sandro Cortese bekam sich vor Freude kaum noch ein, fuhr die Ehrenrunde mit einem Deutschland-Fähnchen und ließ sich von den 98.477 Zuschauern am Rennsonntag feiern: Mit einem Husarenritt schaffte der Berkheimer ausgerechnet beim Heim-Grand-Prix auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal mit Rang drei seinen ersten Podestplatz in dieser Saison.

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Der deutsche Fahrer Sandro Cortese kam im Rennen der 125-Kubikzentimeter-Klasse beim Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal auf Platz drei.

Quelle: dpa

Hohenstein-Ernstthal. Damit hielt der Derbi-Pilot Wort, hatte er doch den Fans im Vorfeld einen Platz auf dem Siegertreppchen versprochen. Und auch Stefan Bradl blieb im Limit. In der Moto2-Kategorie kam der Zahlinger beim Comeback nach seiner Fußverletzung als Neunter ins Ziel und belegte den anvisierten Top-Ten-Rang.   

Das Interesse der Fans galt aber vor allem auch der Rückkehr von Superstar Valentino Rossi (Italien) nur 43 Tage nach seinem schweren Sturz in Mugello, bei dem er sich einen offenen Schienbeinbruch zugezogen hatte. Der Titelverteidiger in der „Königsklasse“ MotoGP belegte beim zweiten Saisonerfolg des Spaniers Daniel Pedrosa Platz vier. Sieger in der Achtelliterklasse wurde zum fünften Mal hintereinander der Spanier Marc Marquez, der damit auch den 100. Grand-Prix-Erfolg für Derbi in der WM-Geschichte einfuhr. Auch in der Moto2 gab es einen spanischen Erfolg: WM-Spitzenreiter Toni Elias setzte sich souverän durch.

Überschattet wurde das MotoGP-Rennen von einem schweren Sturz des Franzosen Randy de Puniet. Er zog sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zu uns musste per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.   

„Am Ende gab es nur noch die Devise Podium oder Sturz“, berichtete Cortese vor Stolz völlig aufgelöst. Das Rennen zuvor war wieder einmal ein Spiegelbild des Saisonverlaufs gewesen. Von Position vier aus gestartet, fiel der Derbi-Pilot schnell bis auf Rang zwölf zurück. „Am Anfang habe ich auf der noch feuchten Piste nicht alles riskiert, ich wollte die Maschine nicht wegschmeißen. Ich muss zugeben, dass ich zu vorsichtig war“, berichtete der 20-Jährige. Erst nach der siebten Runde fand er seinen Rhythmus und verkürzte den Rückstand.

In der letzten Runde ging es für ihn schließlich um den Podestplatz. „Ich wollte unbedingt Platz zwei und wäre um ein Haar gestürzt“, erzählte Cortese, der in der letzten Kurve mit Körperberührung am Spanier Esteve Rabat vorbeizog und danach in seinem Jubel kaum zu bremsen war. „Ich bin so glücklich, ausgerechnet daheim auf das Podest zurückgekehrt zu sein. Jetzt kann ich beruhigt in die Sommerpause gehen und glaube, Rang vier in der WM-Wertung ist ein realistisches Ziel“, bemerkte der gegenwärtig Gesamt-Sechste.    Hervorragend schlug sich Wild-Card-Pilot Daniel Kartheininger (Boos/KTM), der fast unbemerkt Rang zehn belegte und dabei die im Reifenpoker völlig falsch liegenden Marcel Schrötter (Pflugdorf/Honda/14.) und Jonas Folger (Schwindegg/Aprilia/16.) hinter sich ließ.

Bradl schaffte sein persönliches Ziel Top Ten, war am Ende aber ungehalten. „Ich bin froh, dass ich noch lebe. In der Bergab-Passage ist mir das Hinterrad bei etwa 220 km/h weggegangen, so dass ich das Motorrad gerade noch halten konnte. Zuvor hatte ich schon mehrere Mal bei Positionskämpfen nur noch damit zu tun, nicht zu stürzen. Ich habe riskiert, riskiert, riskiert, mehr war nicht drin“, berichtete Bradl zerknirscht.

Lokalmatador Arne Tode (Glauchau), der sensationell von Platz zwei ins Rennen gestartet war, kam mit dem Druck nicht klar. In der Startaufstellung ging das Motorrad aus, später stürzte er und belegte Platz 21. „Wenn alles geklappt hätte, wäre ich zwischen Platz fünf und zehn gelandet“, sagte der WM-Debütant, der dennoch wie ein Sieger gefeiert wurde.

Gerald Fritsche, dpa

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