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Cottbuser Coach "Pele" Wollitz nach Randalen sauer: „Keinen Bock mehr“

Cottbuser Coach "Pele" Wollitz nach Randalen sauer: „Keinen Bock mehr“

Krisenstimmung statt Oster-Frieden: Bei Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus liegen die Nerven blank. Und das trotz des sportlichen Erfolges. Mit dem 2:1 (1:0) im Ost-Duell beim FC Erzgebirge Aue am Donnerstagabend rückten die Lausitzer bis auf fünf Zähler an Relegationsplatz drei heran und wahrten die Chance, wie in den vergangenen sechs Jahren als bestes Team aus dem Fußball-Osten die Saison zu beenden.

Aue. Angesichts von Fanausschreitungen im Gästeblock und verbalen Querschlägern nach der Partie wurden Spiel und Ergebnis, das durch von Daniel Adlung (25.) und den 24. Saisontreffer von Nils Petersen (90.+5) sowie dem Anschlusstor von Thomas Paulus (90.+7) zustande kam, nebensächlich. Der Cottbuser Thorsten Kirschbaum hielt zudem einen Foulelfmeter von Paulus (62.).

Bis zur 66. Minute herrschte Ruhe auf den Rängen unter den 14 000 Fans im Lößnitztal, doch dann flogen plötzlich Knallkörper aus dem Block der Cottbuser, zahlreiche Bengalos und Rauchbomben wurden gezündet. Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) unterbrach die Partie, die Mannschaften verließen den Innenraum. Erst nach zehn Minuten ging es weiter.

Die Ereignisse sorgten auch nach der Partie noch für Aufregung. „Ich werde beleidigt, beleidigt, beleidigt und für meine Statements ausgelacht. Ich habe keinen Bock mehr darauf“, platzte Trainer Claus-Dieter Wollitz der Kragen, nachdem sein Statement in der Pressekonferenz eher belächelt worden war. Danach hatten ihn zwei Medienvertreter verbal attackiert.

Zuvor hatte Wollitz bestätigt, er habe gehört, dass die Fans keine Cottbuser waren und er ein Einschmuggeln in den Cottbuser Block „abartig“ finde.“ Einen konkreten Verein hatte der Trainer aber nicht genannt. „Das ist ja Wahnsinn, wenn sie mir sagen, ich solle den Verein genannt haben, unglaublich“, erzürnte sich Wollitz, schnappte sich seinen Kaffeebecher und verließ den Raum.

Bereits zuvor hatte er seiner Wut Luft verschafft. „Auf dem Weg zur Pressekonferenz wurde ich beschimpft, ich solle meine Fans erziehen, das wäre ja das allerletzte. Ich bin für die Aufstellung und eine gewisse Philosophie, Fußball zu spielen, verantwortlich, aber nicht für das, was im Block abgeht“, rechtfertigte sich Wollitz.

„Das Spiel so in Gefahr zu bringen, ist einfach krank. Ich bin stinksauer. Die Fans im Block sagten zu uns, dass sich Anhänger aus Chemnitz eingeschlichen hätten, ob das stimmt, weiß ich nicht“, empörte sich auch Torhüter Kirschbaum.

Wollitz wirkte nach dem Match zunächst konsterniert, dann aber verlieh er seiner Empörung kräftig Ausdruck: „Ich habe Szenen gesehen, die ich noch nie gesehen habe. Die eigenen Spieler wurden beworfen und beschossen. Das sind Bilder, die wahrscheinlich noch nachhaltig große Probleme für die Perspektive dieser jungen Mannschaft bringen werden“, erklärte der Energie-Trainer.

„Ich bin schockiert von dem, was ich gesehen habe“, sagte der Coach. Auf die Frage, welchen Einfluss die Ereignisse auf seine weitere Arbeit in Cottbus hätten, äußerte sich der 45-Jährige zweideutig: „Das ist eine sehr gute Frage, konfrontieren sie mich in zwei Wochen noch einmal damit.“

Tina Hofmann, dpa

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