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DFB-Präsident Zwanziger lobt Ost-Fußball: Auch Westen hat gelernt

DFB-Präsident Zwanziger lobt Ost-Fußball: Auch Westen hat gelernt

Wie im übrigen Leben in den neuen Bundesländern wachsen die Bäume auch im Fußball des deutschen Ostens nicht in den Himmel. 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sieht DFB-Präsident Theo Zwanziger Verband und Vereine zwischen Fichtelberg und Kap Arkona aber auf einem guten Weg.

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DFB-Präsident Theo Zwanziger beim Gespräch mit Journalisten am 15.08.2011 in Rostock. Neben ihm stehen Hansa Rostock-Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann (l.) und NOFV-Präsident Rainer Milkoreit.

Quelle: dpa

Rostock. „Wir sind weitergekommen. Es gelingt, immer mehr Talente in den Nachwuchszentren des Ostens zu halten. Die große, große Abwanderung, wie wir sie zu Beginn dieses Jahrtausends feststellen mussten, ist nicht mehr so stark“, sagte Zwanziger am Montag in Rostock nach einem Treffen mit Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU), Hansa Rostocks Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann und Vertretern des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV).

Die ansehnliche Bilanz sei auch darauf zurückzuführen, dass der Fußball-Westen vom Osten gelernt habe, betonte der Chef des größten deutschen Sportfachverbandes. „Manches Prinzip wie beispielsweise die Eliteschulen halten wir inzwischen auch im Westen vor. Auch die westdeutschen Bundesligisten haben jetzt die Verpflichtung, ihr Geld nicht nur für große Transfers auszugeben, sondern auch in die Nachwuchsarbeit zu investieren“, erläuterte Zwanziger. Die 80 Millionen Euro, die die Liga in jedem Jahr in den Nachwuchs stecke, würden auf fruchtbaren Boden fallen.

Insbesondere im Hinblick auf die Präsenz in der Fußball-Bundesliga gebe es aber noch „erhebliche Reserven“, meinte der DFB-Chef. Fünf Vereine in der zweiten Liga seien aber eine gute Basis, dass in naher Zukunft nach Hertha BSC eine zweite Mannschaft den Sprung in die Beletage des deutschen Fußballs schaffen könne. Zwanziger stellte dem NOFV die Ausrichtung des nächsten Benefiz-Länderspiels 2013 oder 2014 in Aussicht. „Und wenn sich der Verband dann für Rostock entscheidet, würde das bei uns im DFB nicht auf Widerstand stoßen“, sagte er.

Als Veranstalter hätten die Verbände und Vereine dafür zu sorgen, die Sicherheit in den Stadien zu gewährleisten, soweit das in ihrer Macht steht. „Die Menschen, die kommen, wollen sich wohl fühlen und sich nicht in ein gewaltbereites Umfeld stürzen“, sagte Zwanziger. In den Vereinen werde in Sachen Prävention bereits sehr viel getan. „Die Fan-Projekte sind ein ganz, ganz wichtiger Pfeiler, um zumindest Bewusstsein zu bilden für das, was soziales Engagement im Fußball bedeutet“, erklärte der DFB-Chef.

Innenminister Caffier kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass Mecklenburg-Vorpommern als Ausrichterland im nächsten Jahr das Gesamtprojekt Fußball auf die Tagesordnung der Innenministerkonferenz setzt. „Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, nicht nur Sache des DFB“, sagte der CDU-Politiker, der bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Herbst für das Amt des Ministerpräsidenten kandidiert.

Der NOFV ist der größte Sport-Fachverband in den neuen Bundesländern. Ihm gehören derzeit weit über 500.000 Mitglieder an, die in etwa 4500 Vereinen organisiert sind.

Gert Glaner, dpa

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