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DFB sucht weiter Titelsponsor für 3. Liga - Zuschauerzahlen gehen zurück

DFB sucht weiter Titelsponsor für 3. Liga - Zuschauerzahlen gehen zurück

Kein Titelsponsor, rückläufige Zuschauerzahlen und Stagnation in der Gesamtvermarktung: Die höchste Spielklasse des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) könnte vom Lieblings- zum Sorgenkind werden.

Leipzig. „Was den Markt im Fußball angeht, so kann man eines sagen:

Die sprichwörtlichen Bäume wachsen hier nicht in den Himmel“, meinte der zuständige DFB-Direktor Helmut Sandrock und betonte zugleich:

„Das Thema Liga-Sponsor bleibt auf unserer Agenda.“

Allerdings sei das bei den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht einfach. „Wir müssen auch realistisch sein, wir sprechen hier von der 3. Liga. Vor uns gibt es noch zwei hochinteressante Profiligen und starke Mitbewerber in anderen Sportarten“, erklärte Sandrock.

Zumindest sportlich hat sich die Einführung der neuen Liga, die jährlich 100 Millionen Euro Umsatz hat, vor zwei Jahren ausgezahlt. „Die drei Aufsteiger aus dem vergangenen Jahr in die 2. Liga haben gezeigt, dass das Niveau in der 3. Liga schon sehr hoch ist. Der 1. FC Union Berlin, Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn sind mit nur unwesentlich veränderten Kadern in die 2. Bundesliga gegangen, das Ergebnis ist an der Tabelle abzulesen. Außerdem stand mit Osnabrück ein Verein der 3. Liga im Viertelfinale des DFB-Pokals, was auch für sich spricht“, sagte Sandrock.

Dennoch ist der Gang ins Unterhaus für viele Clubs auch ein Vabanque-Spiel. „Man ist in der 3. Liga nicht auf Rosen gebettet“, sagte Yvonne Lehnfeld, Pressesprecherin des Zweitliga-Aufsteigers VfL Osnabrück, und wies damit auf erhebliche Differenzen zwischen den beiden Ligen hin. 2008 war der VfL zum dritten Mal innerhalb eines Jahrzehnts abgestiegen und auch in ein finanzielles Loch gefallen.

Für die 3. Liga gibt es 800 000 Euro Fernsehgelder, für die 2. Liga vier Millionen Euro. „Die Drittligisten erhalten im Schnitt ein Viertel der TV-Erlöse der 2. Bundesliga. Diese Quote trifft auch auf den durchschnittlichen Gesamtumsatz der Bundesliga im Verhältnis zur 3. Liga zu“, sagte Sandrock. Dank des furiosen Auftritts im DFB-Pokal konnte Osnabrück drei Millionen Euro Mehreinnahmen erzielen und somit auch den sofortigen Wiederaufstieg ohne großes Risiko realisieren.

Beim DFB ist man derzeit bemüht, ein Absinken des Marktwertes für diese Spielklasse zu verhindern. „Aus zentraler Sicht wären wir daher froh, wenn wir zum Beispiel die TV-Berichterstattung auf dem aktuell hohen Niveau halten können und die Vereine damit in die Lage versetzen, bestmögliche Voraussetzungen für die Eigenvermarktung vorzufinden“, sagte Sandrock und verwies noch auf einen anderen Aspekt: „Das Erscheinungsbild ist insgesamt deutlich professioneller geworden und wir haben vor allem auch die Sicherheitsstandards optimiert.“ Dies ist das Ergebnis des wirtschaftlichen Zulassungsverfahren, das die gleichen strengen Kriterien wie für die Bundesliga hat. Nur bei den Stadionanforderungen gibt es leichte Abweichungen.

Frauke Sievers, dpa

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