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DHB löst nach schwacher EM den Vertrag mit Bundestrainer Heine Jensen auf

DHB löst nach schwacher EM den Vertrag mit Bundestrainer Heine Jensen auf

Der Deutsche Handballbund (DHB) hat die Konsequenzen aus dem schwachen EM-Abschneiden gezogen und den Vertrag mit Frauen-Bundestrainer Heine Jensen aufgelöst. Der Coach sei in beiderseitigem Einvernehmen rückwirkend zum 31. Dezember 2014 von seinen Aufgaben entbunden worden, teilte der DHB am Mittwoch in einer Erklärung mit.

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Heine Jensen ist nicht mehr Bundestrainer.

Quelle: Georgi Licovski

Leipzig. „Wir haben eine mit Platz zehn enttäuschende Europameisterschaft hinter uns. Noch in Zagreb und in den Tagen danach haben wir mit den Trainern, aber auch mit Spielerinnen intensiv gesprochen und dabei die Spiele des letzten Jahres analysiert. Leider sind wir keinen Schritt vorwärtsgekommen“, sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer.

„Es ist das Beste für den deutschen Frauenhandball, Klarheit zu schaffen und grundsätzliche Prozesse wieder in die gewünschte Richtung zu lenken“, erklärte der für den Leistungssport verantwortliche DHB-Vizepräsident Bob Hanning auf der Homepage des Verbandes. „Jetzt sind wir gefordert, die Weichen für den weiteren Weg richtig zu stellen. Wir werden nun in enger Abstimmung mit der HBF eine Lösung suchen, mit der wir die vor uns liegenden schweren Herausforderungen erfolgreich bestehen können.“

Heine Jensen, der mit dem HC Leipzig zweimal die Deutsche Meisterschaft gewonnen hat, begann im Frühjahr 2011 seine Arbeit als Frauen-Bundestrainer – zunächst noch mit Unterstützung von Renate Wolf, Dirk Leun und Dietmar Schmidt. Der 37-jährige Däne führte die Nationalmannschaft auf Platz 7 der Euro 2012 sowie ins WM-Viertelfinale 2013. Den HCL betreute der Däne von 2008 an drei Jahre lang. Unter seiner Führung gewann das erfolgsverwöhnte Team aus der Messestadt seinen bislang letzten nationalen Meistertitel.

Jensen reagierte in seinem offiziellen Statement gefasst: „Es war mir eine Freude und Ehre, für den Deutschen Handballbund und mit dieser Mannschaft zu arbeiten, aber das Team braucht nach dieser enttäuschenden Euro einen neuen Impuls“, sagt er.

 „Ich bin kein Freund davon, zu sagen, dass der Trainer der Buhmann ist und die Alleinverantwortung trägt. Für uns Spielerinnen ist es jetzt nicht erledigt. Wir müssen uns selbst an die Nase fassen, es kommen jetzt wichtige eineinhalb Jahre auf uns zu“, sagte Nationaltorhüterin Katja Schülke vom HC Leipzig.

Wer das Team Mitte März beim Vier-Länder-Turnier in Rumänien betreuen wird, ist noch offen. Ebenso die Personalie Maik Nowak, der als Co-Trainer neben Jensen fungierte. Der Leipziger Nowak ist zudem noch hauptamtlicher Leistungssportkoordinator im weiblichen DHB-Bereich. (mit dpa)

Frank Kastner/Matthias Roth

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