Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
DHfK-Flossenschwimmer gewinnt Staffel-Gold mit Weltrekord

DHfK-Flossenschwimmer gewinnt Staffel-Gold mit Weltrekord

Vier Jahre nach dem Triumph von Sven Lützkendorf haben die DHfK-Flossenschwimmer wieder einen Weltmeister in ihren Reihen. Florian Kritzler errang gestern zum Auftakt der Welttitelkämpfe in Kasan mit dem 4x200-m-Quartett den Titel in Weltrekordzeit.

Voriger Artikel
DHfK-Kanutin Anne Knorr wird U23-Weltmeisterin im Vierer
Nächster Artikel
Rost im Rohr kostet 500.000 Euro - Dachschaden an der Red-Bull-Arena

Leipziger Flossenschwimmer wird Weltmeister. (

Quelle: Symbol)

Seine Kollegen Max Lauschus (Rostock), Christoph Oefner (Pößneck) und Jan Malkowski (Berlin) trainieren wie Kritzler bei Bundestrainer Lutz Riemann am Stützpunkt in Leipzig. Der Coach hatte Lauschus und Oefner im Vorlauf (Platz vier) geschont - der Start-Ziel-Sieg am Abend begann mit einem deutschen Rekord für Startschwimmer Lauschus, der bereits vor zehn Tagen bei den World Games in Cali Doppel-Gold geholt hatte.

Der 21-jährige Kritzler hatte sich aufgrund seiner Jugend noch nicht für die Word Games qualifiziert - er bereitete sich daheim intensiv vor und glänzte bereits im Training mit starken Zeiten, die er nun in der WM-Staffel umsetzte. Zwischen der Rückkehr aus Südamerika (Cali) und dem ersten Start bei der WM lagen für seine Auswahlkollegen nicht einmal sieben Tage. Patricia Vogel schienen die Strapazen nichts auszumachen. Die Sprint-Spezialistin vom SC DHfK war gestern in der Wolga-Metropole als erste Deutsche an der Reihe. In 16,38 s steigerte sie ihren deutschen Rekord im 50 m Tauchen um vier Zehntel.

Im Feld von 27 Starterinnen zog sie als Zweitbeste ins Finale ein. "Die 50 Meter Tauchen sind mein Baby", hatte die 22-Jährige vor der WM über ihre Lieblingsstrecke gesagt - das Baby hat sich prächtig entwickelt. Die Zeit hätte auch im Finale zu Bronze gereicht. Doch im Endlauf erwischte sie Start und Frequenz nicht so gut. Wie oft im Sprint lagen Platz eins bis acht dicht beieinander - Patricia Vogel wurde in 16,63 s Achte.

Trotz ihrer in Cali erlittenen Blessur am Fuß - sie hatte sich eine zwei Zentimeter dicke Beule zugezogen - war Sandra Pilz zu ihren letzten Weltmeisterschaften gereist. "Einen besseren Ort hätte ich mir nicht vorstellen können - denn hier bin ich 2010 Doppel-Europameisterin geworden", sagte die 33-Jährige, die gestern im 400 m Flossenschwimmen das Finale als Neunte knapp verfehlte, aber Saisonbestzeit schaffte. "Ich denke, dass ich auf den Tauchstrecken die größeren Chancen habe." Ihre Top-Disziplinen standen in Cali nicht auf dem Programm.

Eigentlich wollte Sandra Pilz ihre Karriere nach WM-Bronze 2011 beenden. Doch das Ticket zu den World Games und eine veränderte private Situation machten die Comeback-Gedanken im Vorjahr konkret. "Nach drei Wochen Training lief es schon wieder gut, ich hätte sogar zur EM mitfahren können", erzählt die Polizistin, die sich aber zur Absicherung des deutschen Hauses für die Olympischen Spiele beworben hatte. "Olympia zu erleben, war etwas einmaliges." Sie kaufte sich Tickets für die Vorkämpfe im Wasserspringen und Schwimmen. "Das war sehr emotional. Ich saß auf der Tribüne und hatte Tränen in den Augen. Meine Kollegen konnten das gar nicht verstehen." Ab September kniete sich die 33-Jährige wieder voll ins Training, wurde aber immer wieder von Krankheitsausfällen zurückgeworfen. Nun legt sie bei ihrer letzten WM noch einmal richtig los - seit gestern Abend motiviert vom Gold der Staffel-Jungs.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2013

Frank Schober

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.