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DHfK-Handballer erleben schwere Zeiten

DHfK-Handballer erleben schwere Zeiten

Nein, gut geschlafen habe er nicht. "Eigentlich gar nicht", sagt Uwe Jungandreas. Der Trainer der DHfK-Handballer hatte in der Nacht zu gestern mehrmals die 60 Minuten der Partie gegen Hamm-Westfalen vor Augen und einen Albtraum durchlebt.

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Uwe Jungandreas: Eigentlich auf gutem Weg.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Wobei es immer wieder um die letzten Sekunden ging und sich die Ereignisse überschlugen. 30:29 führten die Leipziger, als Philipp Seitle frei vor dem Tor an Schlussmann Tomas Mrkva scheiterte.

Diesen Wurf hätte er nicht nehmen sollen. Darüber waren sich alle einig. "Der Ball ist heilig", hatte Jungandreas in der Auszeit als Devise ausgeben, da noch zwölf Sekunden zu spielen waren. Selbst ein Wurf weit neben das Gehäuse war ins Kalkül gezogen worden. Hauptsache, die Zeit überbrücken. Dass sich Seitle nicht daran hielt, konnte sich niemand erklären. "Vielleicht dachte er, die Uhr ist schon abgelaufen", vermutete sein Kollege Steve Baumgärtel. War sie aber nicht, und für den Unglücksraben kam alles Pech zusammen, als der Ball nach Mrkvas Parade beim gegnerischen Linksaußen Andreas Simon landete und plötzlich im DHfK-Tor lag - 30:30, Abpfiff und nur ein Punkt im Abstiegskampf.

"Das ist uns schon zum zweiten Mal passiert", schimpfte Jungandreas. Gegen Saarlouis wurde am 25. November 23:24 verloren, als im letzten Angriff der Ball nicht behauptet und drei Sekunden vor Schluss der letzte Treffer kassiert wurde. Zwei Punkte mehr, und die Lage für die mit großen Zielen in die Saison gestarteten Leipziger sähe freundlicher aus. So aber ist die Situation prekär, den Tabellen-16. trennt nur ein Zähler von einem Abstiegsplatz und das bevorstehende Programm hat es in sich. Morgen geht es zum Achten nach Bietigheim, am Sonnabend zum Zweiten Bergischer HC und Spitzenreiter Emsdetten dürfte im Heimspiel am 23. März auch nicht gerade ein Gegner sein, der ohne Ambitionen in der Arena antritt.

"Wir waren eigentlich auf einem guten Weg", sagt Jungandreas und verweist auf das Unentschieden gegen die deutsche B-Nationalmannschaft (30:30), die knappe Niederlage in Eisenach (27:28) und den 28:23-Sieg in Aue. Deshalb sei das Unentschieden gegen Hamm-Westfalen ein Rückschlag. "Aber wir können das Ergebnis nicht rückgängig machen." Es helfe allerdings auch nicht allein, wenn Besserung gelobt und Einsicht gezeigt würde. "Ich will auf dem Spielfeld eine Reaktion sehen, dort müssen wir uns den Punkt wieder holen", fordert der Trainer. Er möchte nicht alles an Seitle festmachen, was seine Mitspieler in der zweiten Hälfe an klaren Chancen ausgelassen hätten, sei schon sehr, sehr fahrlässig gewesen. "Es kann immer passieren, dass man aus der Ferne nicht mehr trifft, aber so ..."

So aber wurde eine Mannschaft aufgebaut, die zunächst klar auf Distanz gehalten worden war. "Wenn du in dieser Liga einem Gegner den kleinen Finger anbietest, nimmt er sofort die ganze Hand", erklärte DHfK-Linksaußen Uli Streitenberger. Tatsächlich gibt nach großen Rückständen keine Mannschaft auf. Immer in der Hoffnung, dass es am Ende doch noch einmal knapp werden könnte. Und dann ist alles möglich - so wie am Sonntag, als die DHfK-Handballer die Welt nicht mehr verstanden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.03.2013

Winfried Wächter

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