Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
DHfK-Kanutin Anne Knorr: Ein WM-Ticket verpasst, das andere geholt

DHfK-Kanutin Anne Knorr: Ein WM-Ticket verpasst, das andere geholt

Ins Wasser hätte sie sich nicht gestützt. "Es soll sein oder nicht", war Kanu-Hoffnung Anne Knorr vom SC DHfK beim letzten Heimtraining in Leipzig die Ruhe selbst.

Voriger Artikel
Leipziger Hürdensprinter Balnuweit: Ganz schnelles Aus bei der WM in Moskau
Nächster Artikel
Baseballer stehen mit dem Rücken zur Wand

Glücklich über die Nominierung für Duisburg: U23-Weltmeisterin Anne Knorr.

Quelle: Martina Amrein

Leipzig. Am Montag durfte die in Kanada frisch gekürte U23-Weltmeisterin im Vierer-Kajak im Bundesleistungszentrum Kienbaum gleich doppelt ran - am Ende brachte die angehende Landespolizistin ein WM-Ticket für das Heim-Championat Ende August in Duisburg in trockene Tücher.

Im Zweier-Kajak über 1000 Meter musste das Duo Anne Knorr/Sabrina Hering (Karlsruhe) den erfahrenen Olympioniken Carolin Leonhardt (Mannheim) und Conny Waßmuth (Potsdam) den Vortritt lassen. Doch im Solo über die Sprintdistanz setzte sich die Leipzigerin in einem harten Duell gegen ihre Zweierpartnerin durch.

"Die Entscheidung im Zweier-Kajak war für uns im Vorfeld offen", sagte Chef-Bundestrainer Reiner Kießler nach den Rennen. "Wir wollten unbedingt Anne Knorr und Sabrina Hering die Chance geben. Beide hatten in Kanada eine gute Form gezeigt und sich damit für die Heim-WM in Duisburg empfohlen. Parallel dazu hatten aber auch Leonhardt und Waßmuth vermehrt im Mannschaftsboot zusammen trainiert und nun am entscheidenden Punkt ein paar Körner mehr. Insgesamt sehe ich das Team auf einem guten Weg zur großen Herausforderung in Duisburg."

Über den zusätzlichen Platz der insgesamt starken Leipziger Flotte im Ruhrpott freute sich auch Heim- und Canadier-Bundestrainer Kay Vesely.

"Das ist schon super für Anne, dass sie auf einer olympischen Strecke angreifen kann. Wenn sie das Finale schafft, wäre das ein großer Erfolg", sieht der 37-Jährige viel Licht am WM-Horizont.

Medaillen traut der Erfolgscoach seinen Athleten auf breiter Front zu. Als Goldkandidatin zählt Olympiasiegerin Tina Dietze (LVB), die im Zweier und Vierer startet. Nichts anbrennen lassen wollen die Canadier-Routiniers Robert Nuck und Stefan Holtz sowie Youngster Sebastian Hennig. WM-Premiere feiern die Para-Kanuten Ingo Greiner und Robert Göthner (alle SC DHfK).

Klotzen in Kienbaum. Das alle Sportler-Wünsche erfüllende Camp in idyllischer Lage, rund 35 Kilometer südöstlich von Berlin gelegen, haben gerade die Leichtathleten verlassen. Diskus-Held Robert Harting brachte sich hier für die WM in Moskau in Titelform. Auch die Paddel-Spezialisten schwören auf die Vorzeige-Anlage des Deutschen Olympischen Sportbunds. "Hier haben wir unsere Ruhe und können konzentriert das Programm abspulen", sagt Stammgast Vesely. Wenn den Gestressten doch mal die Decke auf den Schädel fällt, bietet sich die Hauptstadt als Abschalte-Alternative an. Anderes im Sinn haben morgen der Trainer und seine Jungs Nuck, Holtz sowie Stefan Kiraj (Potsdam). Die Athleten werden in der Schiffbau-Versuchsanstalt auf einem 300-m-Kanal einen Anschubtest unter Laborbedingungen absolvieren. Vesely: "Da weht kein Wind und stören keine Wellen. Perfekt für eine saubere Zeit."

Die Kanu-WM in Duisburg beginnt am 27. August mit der Eröffnungsfeier. Vom 28. August bis 1. September stehen an jedem Tag auf dem Wedaukanal Medaillen-Entscheidungen an. Insgesamt werden 1500 Teilnehmer aus knapp 80 Ländern anreisen.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2013

Kerstin Förster

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.