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DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele bereit für Gold-Mission WM

DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele bereit für Gold-Mission WM

Eine neue Bestmarke haben die Ruder-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Chungju zu bieten. Teilnehmer aus 73 Ländern starten beim zweiten Championat in Asien (68 waren es 2011 in Bled).

Nach Olympia-Silber soll der WM-Titel her: DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele, Carina Bär, Julia Richter und Britta Oppelt (v.l.) jubeln in London über den zweiten Platz im Doppelvierer. In gleicher Besetzung wird das deutsche Erfolgsboot auch in Südkorea angreifen.

Quelle: dpa

Die deutsche Mannschaft fliegt morgen erwartungsfroh los, darunter der Frauen-Doppelvierer mit DHfK-Athletin Annekatrin Thiele. Die Titelkämpfe beginnen am 25. August.

 Die Ruder-Recken aus dem deutschen Flaggschiff hatten Mitte Juli beim Weltcup-Finale in Luzern das Nachsehen. Die Amerikaner hielten ihre Flagge im Achter höher. Dagegen machten die Doppelvierer-Europameisterinnen mit Leipzigs Annekatrin Thiele (28) klar Schiff. Wie schon zuvor beim Weltcup in Eton kamen sie vor Polen siegreich ins Ziel. "Wir hatten viel Spaß unterwegs", kommentierte die Polizeiobermeisterin die Schwerstarbeit. Zur Belohnung gab es einen Pokal (nur fürs Podium und Foto) sowie ein Schweizer Taschenmesser. Beste Qualität wie die Crew um Thiele, Schlagfrau Brita Oppelt (35/Berlin), Carina Bär (23/Heilbronn) und Julia Richter (24/Berlin), die sich mittlerweile fast aus dem Effeff kennt. Vor einem Jahr in London holten die fantastischen Vier die olympische Silbermedaille. Jetzt ist WM-Gold das Objekt der Begierde.

 "Unser Anspruch ist, ganz oben zu stehen. Eine Medaille muss herausspringen", erklärte Annekatrin Thiele zur Mission in Südkorea. Schwül wird es sein, weiß der Schützling von Trainerin Angelika Noack (60), ansonsten gilt es, das Revier am Tangeum Lake zu erobern.

 Das nacholympische Jahr hielt viele Optionen offen. Die einen schauten tief ins Lehrbuch - Gold-Junge Philipp Wende aus Wurzen konzentrierte sich auf die Diplomarbeit - klotzten wie üblich ran oder experimentierten laut Verbandsvorgabe. Der Frauen-Doppelvierer fuhr beispielsweise beim Weltcup in Eton mit Youngster Lisa Schmidla (22/Krefeld) auf Schlag. Ein Paukenschlag. Doch in Luzern wurde wieder die alte Crew ins Rennen geschickt. Erfolgreich. Für die WM gilt das Quartett nun als größte Gold-Hoffnung. Lisa Schmidla, die wegen eines Unfalls erst später in der Ruder-Akademie Ratzeburg zum Auswahlcamp anreiste, startet im Einer.

 Die Vorbereitung ging mit den üblichen Stressfaktoren über die Bühne. Training (erste Einheit 7 Uhr) wechselte mit Training und überschaubarem Freizeitvergnügen. "Dass es perfekt lief, wäre übertrieben. Aber wir sind guter Dinge", sagte Annekatrin Thiele vor dem Abflug.

 Optimistisch schaut auch DHfK-Vizepräsident und -Abteilungsleiter Thomas Krümmling auf die nächsten Wochen. Denn perfekt wäre die Einweihung des neuen Bootshauses am Sparkassen-Ruderzentrum Burghausen mit WM-Gütesiegel. "Wir drücken die Daumen. Die Vorzeichen stehen ja gut nach Luzern", sagte Krümmling gestern auf Urlaubstour im französischen Burgund. Geplant war die Einweihung des 1,1 Millionen teuren Objektes (kleine Restarbeiten) für Mitte September, doch aufgrund von Terminüberschneidungen wird die Zeremonie nun im Oktober stattfinden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.08.2013

Kerstin Förster

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