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DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele gelingt zum fünften Mal der Frühjahrklassiker

DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele gelingt zum fünften Mal der Frühjahrklassiker

Das war Schwerst- und Maßarbeit zugleich: Weltklasse-Ruderin Annekatrin Thiele (29) hat gestern zum fünften Mal in Folge den Frühjahrsklassiker auf dem Elster-Saale-Kanal gewonnen.

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Gemeinsam auf dem Siegertreppchen: Annekatrin Thiele (r.) und Carina Bär.

Quelle: Christian Nitsche

Indes strahlte die DHfK-Athletin gemeinsam mit ihrer Auswahlkollegin Carina Bär (24/Heilbronn) vom Siegertreppchen um die Wette - für beide war exakt nach 24:11 Minuten die Uhr am Sparkassen-Ruderzentrum Burghausen stehengeblieben.

Was für ein Timing nach dem 6-km-Ritt. "Dass es diesmal eng wird, wusste ich schon im Ziel. Es lief nicht wie gewünscht und war einfach nur schwer. Bis 2000 Meter ging es ganz gut, dann kam der Mann mit dem Hammer", erklärte Polizeiobermeisterin Thiele nach der Langstrecken-Prüfung. Tags zuvor hatte sie auch den Ergometer-Test über 2000 m für sich entschieden.

 Dabei war die Aufgabe auf dem Heim-Revier anno 2014 eine besonders anspruchsvolle. Denn noch am vergangenen Wochenende kämpften Annekatrin Thiele und die gesamte Skull-Frauen-Flotte beim Weltcup in Sydney. Von Down Under ging es fast nahtlos zur Langstreckenprüfung nach Leipzig über. "Ich bin froh, die Woche gut überstanden zu haben", sagte der Schützling von Bundesstützpunkt-Trainerin Angelika Noack. Den Frohsinn trotz des Stresses teilten auch ihre anderen Bootskolleginnen. Neben Carina Bär fuhren ebenso Julia Richter (3./RK Wannsee) und Britta Oppelt (5./Berlin) aus dem silbernen Olympia-Doppelvierer von London auf Erfolgskurs.

 Maßarbeit legten auch die Herren der Schöpfung an den sonnigen Tag. Haudegen Marcel Hacker (36) aus Magdeburg gewann in 22:02 vor dem Rostocker Stephan Krüger (22:08) - damit tauschten sie die Vorjahresplätze. Olympiasieger Philipp Wende aus Wurzen musste wegen eines Infektes passen. Für Gastgeber SC DHfK belegte U23-Hoffnung Florian Eidam den zwölften Platz (23:00).

 Der Saisonstart verlief für die Elite vielversprechend. Doch mit Medaillenvorgaben für die Weltmeisterschaften im August in Amsterdam hält sich Siegfried Kaidel, Präsident des Deutschen Ruderverbandes, zurück. "Ich wünsche mir ein gutes Ergebnis", äußerte der Chef diplomatisch. Eine klare Aussage traf der 62-Jährige zum Ruder-Standort Leipzig. "Hier ist aus einem Pflänzchen ein Vorzeige-Objekt geworden. Auf die Partner ist immer Verlass." Diese Botschaft hörten DHfK-Präsident Christoph Hansel und dessen Vize Thomas Krümmling freilich gern. Versprochen: Es werde in Zukunft weitere Verbesserungen geben. Um für das überaus ehrgeizige Ziel, 2020 im Traditionsclub 10 000 Mitglieder zu vereinen (derzeit 6500), den Spitzenbereich zu forcieren sowie den Breitensport zu stärken, hat der Vorstand in den vergangenen Wochen die Weichen gestellt. Einen Geschäftsführer gibt es demnach nicht mehr. Steffen Matthes, der diesen Posten inne hatte, ist nunmehr hauptamtlich als Sportdirektor tätig. Hansel: "Er soll mit dem Team der Geschäftsstelle das Bindeglied zwischen unseren Ideen und den Abteilungen sein."

 Nach der Langstrecke ist vor den deutschen Kleinboot-Meisterschaften in drei Wochen in Köln. Für Annekatrin Thiele könnte es der fünfte Titel-Streich in Folge sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.04.2014

Kerstin Förster

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