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DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele gewint EM-Gold

DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele gewint EM-Gold

Annekatrin Thiele, Leipzigs Sportlerin des Jahres 2014, und Lisa Schmidla, Dortmunds Beste, saßen gestern völlig ausgepumpt im deutschen Doppelvierer, der ganz knapp vor den Holländerinnen sowie Gastgeber Polen ins Ziel kam und EM-Gold gewann.

Posen. Beide Ruderinnen hatten schon im Vorjahr in dieser Bootsklasse den Weltmeistertitel gefeiert. Doch während es aktuell für Schlagfrau Schmidla auf europäischer Ebene das erste Gold war, feierte die routinierte DHfK-Athletin bereits ihren dritten Husarenritt bei Europameisterschaften. Die Emotionen kochten hoch, denn eine schwierige private Zeit liegt hinter der 30-Jährigen. "Titel sind immer schön und ich bin froh, dass ich die Herausforderung trotz der Probleme gemeistert habe", bekannte Polizeiobermeisterin Thiele erleichtert.

 Die Flotte des Deutschen Ruder-Verbandes konnte in Posen insgesamt dreimal den obersten Treppchenplatz erobern. Dabei gelang dem Paradeboot um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) die Titelverteidigung mit knapp einer Länge Vorsprung vor Großbritannien und Russland. "Erst haben die Briten einen Sprint angezogen, darauf haben wir gut reagiert und anschließend selbst richtig Dampf gemacht", sagte Steuermann Martin Sauer. Außerdem siegten Dauerbrenner Marcel Hacker (Magdeburg) und Stephan Krüger (Rostock) im Doppelzweier.

 Das Frauen-Quartett Thiele, Schmidla, Carina Bär und Marie-Cathérine Arnold als Neuling in der Crew war am Sonnabend direkt ins Finale gefahren. Der Start ließ allerdings zu wünschen übrig. Gestern war es nicht unbedingt besser. Erst auf der zweiten Streckenhälfte ging es im kompakten Feld voran. "Klar hätten wir uns den Vorsprung deutlicher gewünscht. Richtung WM müssen wir uns steigern. Uns fehlen noch gemeinsame Kilometer, daran können wir arbeiten", schätzte Lisa Schmidla ein, die sich mit der Goldmedaille ein vorzeitiges Geschenk zum 24. Geburtstag am kommenden Freitag bereitete.

 "Ein bisschen enge. Sie haben es sehr spannend gemacht", meinte Leipzigs Bundesstützpunkt-Coach Angelika Noack (61) und schickte hinterher: "Sieg ist Sieg." Nichtsdestotrotz weiß die Trainerin, dass große Erfolge längst keine Selbstläufer mehr sind. Harte Arbeit waren die silbernen Olympia-Plaketten ihres Schützlings Annekatrin Thiele im Doppelzweier (2008) und Doppelvierer (2012). Klar auch: Der Weg nach Rio wird kein leichter werden. Bis zur WM Anfang September in Frankreich, wo es um die olympischen Quotenplätze für 2016 geht, stehen noch zwei Weltcups (Italien/Schweiz) an. Die Damen im Frauen-Doppelvierer gelten als zuverlässig und ehrgeizig, üben schon mal zusätzlich im Zweier, wie Thiele und Arnold ab Donnerstag in ­Berlin.

 Der DRV musste zur EM auch ein paar Rückschläge verkraften. So wurde der Männer-Doppelvierer bedingt auch durch den verletzungsbedingten Ausfall von Olympiasieger Philipp Wende vom SC DHfK nur Sechster. Die Einer-Fahrer Lars Hartig und Julia Richter verpassten den Einzug ins Finale.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.06.2015
Kerstin Förster

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