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DHfK-Teamarzt René Toussaint behandelt Spieler mit seinem Wunderkasten

DHfK-Teamarzt René Toussaint behandelt Spieler mit seinem Wunderkasten

Er sieht unscheinbar aus, grau, auf Rollen gelagert und lässt sich an einem Griff einfach durch die Halle ziehen. Vor jedem Spiel des SC DHfK Leipzig stellt Mannschaftsarzt René Toussaint seinen Wunderkasten neben die Bank des Handball-Zweitligisten.

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SC DHfK-Teamarzt René Toussaint behandelt Franz Semper mit der CO2-Pistole.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Am liebsten ist ihm, wenn sein Gerät das gesamte Spiel über unberührt bleibt. Dann ist keiner seiner Spieler angeschlagen. Die Fans auf der Tribüne hinter ihm fragen sich aber: Was steckt in der Kiste?

Gegen die HSG Nordhorn-Lingen am vergangenen Sonnabend war Toussaint ein gefragter Mann. Erst musste der Mediziner in der hart geführten Partie Philipp Weber versorgen, dann noch Franz Semper. Gegenüber der LVZ lüftet der Orthopäde, der in Leipzig am Brühl eine Praxis für Sportmedizin betreibt, nun das Geheimnis um seinen Medizinapparat.

"Damit lassen sich Verletzungen auf der Haut punktgenau auf vier Grad herunterkühlen", so Toussaint. In seinem Kasten befinden sich zwei Flaschen mit Kohlendioxid. Das Gas wird auf die lädierte Stelle aufgesprüht und wirkt in nicht einmal fünf Sekunden. "Das ist wesentlich effektiver als Kühlkissen oder Eisspray", so Toussaint. Im Handball ist das in Fachkreisen Cryolight bezeichnete Gerät bisher wenig verbreitet. Touissaint merkt das. Nicht nur die Fans, auch die Gegner gucken immer genau hin, wenn er den Schlauch mit der Pistole auspackt. Selbst Weltstars werden da neugierig. "Beim All Star Game habe ich auch damit gearbeitet", so Toussaint. Fernab der Spielstätten arbeiten Ärzte vor allem bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma damit.

Der Experte ist vom Einsatz der CO2-Therapie überzeugt. Ein Beispiel: Im Pokalspiel gegen die Füchse Berlin knickte DHfK-Kapitän Lukas Binder um und riss sich das Außenband. "Nur durch die schnelle Kühlung haben wir ihn so schnell wieder fit bekommen", versichert der Arzt. Die Kälte wirke nicht nur schmerzlindernd, sie verhindere auch Reaktionen wie Blutergüsse. Binder musste nur ein Spiel aussetzen, stand nach gut einer Woche wieder auf dem Parkett.

Eine Sache ist aber klar: Zaubern kann auch Touissaint mit seiner Ausrüstung nicht. Rückraumspieler Michael Qvist brauchte nach seinem Kreuzbandriss sieben Monate für die Rückkehr ins Mannschaftstraining und steht jetzt kurz vor seinem Comeback. Weber fiel nach einem Faserriss in der Bauchmuskel zuletzt wochenlang aus.

Am Sonnabend fürchteten die Verantwortlichen des SC DHfK erneut eine längere Pause. Weber blieb nach einem Foul mit einer Knieverletzung von der 20. Minute an auf der Bank sitzen. Der ehemalige Magdeburger verspürt bei jedem Schritt einen stechenden Schmerz. Am Sonntag gab der Tabellenführer Entwarnung: Es ist nichts kaputt gegangen, hieß es. Weber steht auch Dank der Sofortkühlung seiner Blessur fürs Spitzenspiel in Eisenach wieder zur Verfügung.

Dagegen droht Thomas Oehlrich eine Zwangsunterbrechung. Für seine rote Karten aus dem Nordhornspiel bekommt er zwar keine Sperre. Dafür besteht beim Kreisspieler der Verdacht einer Leistenzerrung. Professor Pierre Hepp bat ihn noch am Sonntag zum MRT in der Universitätsklinik.

Matthias Roth

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