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„Das wird am Mittwoch weh tun“ – SC DHfK empfängt Dessau in ausverkaufter Halle

„Das wird am Mittwoch weh tun“ – SC DHfK empfängt Dessau in ausverkaufter Halle

Es soll das ganz große Handballfest werden am Mittwoch in der Ernst-Grube-Halle. Mit einem Sieg über den Dessau-Roßlauer HV will der SC DHfK den Sprung in die zweite Bundesliga schaffen.

Leipzig. Die Euphorie im Umfeld ist riesig. Am Montag waren bereits alle 1900 Eintrittskarten ausverkauft. „Die Atmosphäre wird wie beim Pokalspiel gegen die Füchse Berlin“, glaubt DHfK-Rechtsaußen René Boese. Nach der Partie wollen die Fans bei einer großen Abschlussparty auf dem Campus den Aufstieg feiern. Davor stehen noch einmal 60 ganz schwere Spielminuten.

Die Sorgen bei den Gästen sind bis Dienstag allerdings nicht kleiner geworden. Fest steht jetzt: Dessaus Spielertrainer Armands Uscins ist für zwei Wochen gesperrt und darf damit nicht am Spielbetrieb teilnehmen – weder auf dem Parkett noch auf der Bank. „Eine rote Karte mit Bericht zieht diese Strafe automatisch nach sich“, sagt Andreas Thiel, Justitiar der Handball Bundesliga, auf Anfrage. Da müsse nichts gesondert ausgesprochen. Ein Schreiben zur Klarstellung der Regel habe er am Montag nach Dessau geschickt, berichtet Thiel.

Der lettische Nationalspieler hatte am Sonnabend in der Partie in Emsdetten nach Aussagen der Dessauer vom isländischen Abwehrrecken Sigfus Sigurdsson einen Ellenbogenschlag kassiert. Anschließend ließ er sich zu einer Scheibenwischergeste gegenüber den Schiedsrichtern hinreißen. Die Unparteiischen zeigten Uscins die rote Karte. „Scheibenwischer werden als Beleidigung gewertet“, erklärt Thiel.

Dessaus sportlicher Leiter Marco Rösike kündigte am Montag für den Kreis einen Blitztransfer an. Neben Uscins fehlt mit dem verletzten Norman Flödel der zweite Stammspieler auf der Position. Bis jetzt kassierte Rösike aber zwei Körbe.

„Ich habe abgesagt weil ich selbst noch für den MSV 90 Magdeburg in der Verbandsliga aktiv bin“, sagte Uwe Mäuer, Champions-League-Sieger mit dem SC Magdeburg, gegenüber LVZ-Online. Bei einem Kurzauftritt mit Dessau würde er sich eine Acht-Wochen-Sperre einhandeln. „Sonst hätte ich es gemacht“, so der 39-Jährige, der einst auch für den SC Leipzig auf Torejagd ging. Statt dessen tritt er nun am Mittwoch mit den Oldies des SC Magdeburg zu einem Benefizspiel an.

Auch die zweite Anfrage war erfolgslos. Der frühere polnische Nationalspieler und Dessau-Profi Grzegorz Subocz zerrte sich vergangene Woche beim Fußball den Oberschenkel. Der 46-Jährige trainiert derzeit die Frauen des Zweitligisten Niederndodeleben.

René Boese vom SC DHfK sind die Planspiele der Anhalter egal. “Damit beschäftigen wir uns nicht, es ist egal wer kommt“, sagt der Flügelflitzer. Dessau spiele schnell nach vorn, stehe robust in der Abwehr, das wisse die Mannschaft, so Boese. Am Dienstag studiere er mit seinem Teamkameraden per Video noch einmal die Einzelspieler. Besonders im Blickpunkt: Rückraumschütze Robert Lux. „Der hat einen ordentlichen Wurf“, berichtet Boese. Gegen ihn werde wahrscheinlich Joel Abati in der Deckung antreten. Der Dessauer und der Franzose kennen sich aus der gemeinsamen Zeit beim SC Magdeburg. „Da weiß Lux, dass das am Mittwoch weh tun wird“, kündigte der Leipziger Rechtsaußen an.

Matthias Roth

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