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Degen-Ass Jörg Fiedler in dreifacher Mission unterwegs - Meisterschaft in Leipzig

Degen-Ass Jörg Fiedler in dreifacher Mission unterwegs - Meisterschaft in Leipzig

Am heutigen Sonnabend (Einzel) sowie am Sonntag (Mannschaft) stehen in der Leipziger Ernst-Grube-Halle die deutschen Meisterschaften der Degenfechter an. Der Olympia-Achte und Lokalmatador Jörg Fiedler (FC Leipzig) will sich vor heimischer Kulisse von seiner besten Seite zeigen.

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Jörg Fiedler

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Noch immer sieht er leicht übernächtigt aus, und das ist kein Wunder. Nach einem einwöchigen Trip zum Weltcup in Argentinien war Degenfechter Jörg Fiedler erst Dienstagnacht nach Leipzig zurückgekehrt. "Der Jetlag", meint der 35-Jährige entschuldigend und sagt angesichts der Strapazen zweier 13-stündiger Flüge in sechs Tagen: "Schon viel Aufwand für ein Turnier." Viel Zeit zum Ausruhen und Entspannen bleibt ihm aber nicht. Fiedler macht kein Hehl daraus, dass ihm der DM-Termin nicht gelegen kommt. "Man muss sie halt irgendwann machen". Sein Fokus gilt der Europameisterschaft Mitte Juni in Zagreb und erst recht der WM Anfang August in Budapest.

Doch "abschenken" kann er diese Meisterschaft nicht. Denn die steigt in Leipzig, seiner Heimatstadt, wo Jörg Fiedler mit dem Fechten begann und wohin er nach sehr erfolgreichen Jahren in Tauberbischofsheim Ende 2010 zurückgekehrt ist. Und hier aktuell gleich in dreifacher Mission wirkt: Als Fechter, als Nachwuchstrainer und als das Zugpferd des Fechtclubs Leipzig. Gibt es ein Ranking seiner Jobs? Fiedler zögert bei der Antwort keine Sekunde: "An erster Stelle steht Trainer. Ich bin jetzt 35 und muss Prioritäten setzen."

Fiedler ist täglich in der Halle, die Arbeit mit dem Nachwuchs macht ihm Spaß und erste Erfolge stellten sich auch schon ein. Der größte: Sein Schützling Artur Fischer, Sohn des Künstlers Michael Fischer-Art, wurde unlängst Deutscher Meister der B-Jugend. Es war Fiedlers erster Titel als Trainer.

Als Athlet hat er schon einige mehr gesammelt. In Leipzig kann er zum dritten Mal deutscher Meister (Einzel) werden, wenn alles perfekt läuft, auch noch mit der Mannschaft triumphieren. Mit dem Schwaben Steffen Launer (Titelverteidiger im Einzel) und Rudolf Haller bildet er ein schlagkräftiges FCL-Team, das Vorjahressieger Tauberbischofsheim durchaus Paroli bieten kann. Doch laute Kampfansagen oder Rechenspiele sind Fiedlers Art nicht. "Siege kann man nicht planen", sagt er. "Aber in den letzten zehn Jahren hab ich immer eine Medaille gewonnen, damit wäre ich hochzufrieden."

Die wäre auch ganz hilfreich für seinen dritten Job als "Frontmann" des Fechtclubs Leipzig. Das Projekt Nachwuchs-Bundesstützpunkt soll endlich Gestalt annehmen. Man sei "auf gutem Weg" heißt es immer wieder, offenbar müssen aber Geldgeber noch endgültig überzeugt werden. "Das geht am besten mit Erfolgen", meint Jörg Fiedler. "Wir müssen so gut sein, dass es sich herumspricht." Mit besseren Vorsätzen kann niemand in eine Meisterschaft gehen.

iDie deutschen Degen-Meisterschaften der Männer und Frauen werden in der Grube-Halle der Sportfakultät ausgetragen. Sonnabend stehen die Einzelentscheidungen an, am Sonntag die Mannschaftswettbewerbe. Beginn ist an beiden Tagen 8 Uhr; ab 14.15 Uhr Halbfinals und Finals.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.06.2013

Uwe Köster

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