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Der schwarze Kater kommt von rechts

Der schwarze Kater kommt von rechts

Das Ironman-Fieber steigt: In vier Tagen findet auf Hawaii der legendäre Triathlon statt. Am Sonnabend kämpfen bei der Langstrecken-WM auf der Pazifik-Insel die Leipziger Profis Christian Ritter und Per Bittner um eine Top-Platzierung.

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Christian Ritter

Quelle: Christian Nitsche

In ihrem exklusiven LVZ-Tagebuch schildern beide, wie sie die letzten Tage vor dem großen Rennen erleben. Heute: Christian Ritter (30).

Wer hätte das gedacht: Bisher hat es fast jeden Tag zwei, drei Stunden geregnet. Es waren zwar trotzdem 30 Grad, aber Radtraining unter der "Dusche" ist nicht schön. Das Wetter ist hier so unberechenbar wie das Rennen selbst. Mein Training läuft in jeder Hinsicht sehr gut, die Umfänge werden jetzt nach und nach geringer, alles fokussiert sich mehr und mehr auf den Startschuss am Sonnabend um 6.30 Uhr - dann ist es in Deutschland zwölf Stunden später.

Helden wurden hier geboren, Tragödien haben sich hier abgespielt. Was erwartet uns diesmal? Gibt es einen deutschen Sieger? Das wäre großartig für meinen Sport. Großartig war auch die Nationenparade: Jedes Land wurde gestern separat vorgestellt, die Athleten aller Altersklassen wedelten mit den Landesflaggen so stark, dass man Angst haben musste, hier wird der nächste Hurrikan ausgelöst. Überhaupt knistert es so langsam, die Spannung steigt, jeder hört es für sich schon in Gedanken durch die Lautsprecher schallen, "You are an Ironman". Entlang der Uferpromenade werden die Stände der Sponsoren aufgebaut, hier ist es eh schon eng, keine Ahnung wie sich dann Zehntausende Zuschauer bewegen sollen. Mein Vorteil: Ich laufe auf der Straße - sie ist mindestens so breit wie die Hauptstraße meines Heimatorts Göthewitz.

Morgen steht ein besonderes Highlight an, der "Underpants run", ein Laufwettkampf über 2 Meilen. Alle starten nur in Unterhosen. Klingt verlockend. Doch glaubt mir, es ist nicht immer ein schöner Anblick. Ich laufe übrigens nicht mit, werde zu der Zeit mein Wettkampfrad einem wichtigen Check unterziehen. Jetzt miaut es schon wieder vor meinem Apartment. Seit Tagen begleitet mich ein schwarzer Kater. Mehrmals täglich macht er sich mit akzentfreiem "Miau" bemerkbar. Witzigerweise kreuzt er meinen Weg immer von rechts nach links. Wie das Sprichwort weitergeht, dürfte bekannt sein. Etwas abergläubisch bin ich schon. Schade, dass Palmen keine Kleeblätter haben und die Berufsgruppe der Schornsteinfeger hier ausgestorben ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.10.2013

Christian Ritter

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