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Derbyniederlage und Pokalsieg - Icefighters wie Tag und Nacht

Derbyniederlage und Pokalsieg - Icefighters wie Tag und Nacht

Mannix Wolf gehört zu den Eishockeytrainern, die auch ein 8:3-Spektakel, verbunden mit einer starken Leistung seiner Mannschaft, nicht besänftigen können. "Ich muss mich entschuldigen, aber ich bin immer noch schlecht gelaunt wegen der gestrigen Niederlage in Halle", sagte der Icefighters-Coach am Sonnabend, nachdem die Leipziger im letzten Hauptrundenspiel des Nordostpokals ihren Gegner aus Braunlage aus der Halle gefegt hatten.

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Der Leipziger Florian Eichelkraut trifft zum 1:0: Sein Tor gegen Falken-Keeper Tobias Bannach bringt die Leipziger auf die Siegerstraße.

Quelle: Christian Modla

Taucha. Doch am Ende zählt das Derby gegen die Saale Bulls Halle - zumindest mental - mindestens doppelt. Und dieses Prestige-Duell hatten die Icefighters am Freitag unglücklich 0:1 verloren. Die beiden Partien vom Wochenende verhielten sich wie Tag und Nacht: Während sich die beiden Erzrivalen in der Saalestadt 47 Minuten lang mehr oder weniger belauerten, bis dem Hallenser Robin Sochan das entscheidende 1:0 gelang, gab es gegen die Harzer Falken Braunlage ein munteres Scheibenschießen mit allein sechs Treffern im ersten Drittel.

Auch die gegenseitige Abneigung war im Derby wie immer deutlich stärker zu spüren. So kam es dort im ersten Drittel zum Faustkampf zwischen dem Icefighter Denis Fomynich und dem Saale-Bullen Marc Petermann. Während ihrer jeweiligen 14-Minuten-Strafen konnten beide erst einmal ihr Gemüt kühlen.

Bei der Pokalpartie herrschte dagegen vor 1405 Zuschauern zumeist Eintracht, auf dem Eis taten sich beide Teams selten weh. Gästetrainer Bernd Wohlmann erkannte den "hochverdienten" Sieg der Icefighters neidlos an. Für die Leipziger, die bereits für das Finale qualifiziert sind, ging es "nur" noch darum, Platz eins und damit das Heimrecht fürs Finalrückspiel zu erringen. Zudem wollten sie nach der Pleite in Halle zeigen, dass sie noch Tore schießen können.

Die Harzer kämpften um die Goldene Ananas, da sie als abgeschlagener Letzter keine Endspiel-Chance mehr hatten. "Man hat gemerkt, dass uns der unbedingte Wille fehlte", kommentierte Wohlmann die blutleere Leistung seines Teams, das mit vier Verteidigern auskommen musste.

Aber auch die Leipziger mussten mit Ausfällen zurechtkommen, nachdem unter der Woche eine Grippewelle über die Tauchaer Eisarena hinweggefegt war. Sowohl am Freitag als auch am Sonnabend fehlten Fabian Hadamik, Thomas Vrba und Dennis Dörner komplett, angeschlagen war jedoch fast der gesamte Kader. Das zwang Mannix Wolf zum Experimentieren, sollte aber seiner Meinung nach keine Ausrede für die Niederlage in Halle sein. Zumindest gegen Braunlage machte die zweite Reihe ihre Sache dann auch recht gut.

Zeit zum Auskurieren haben seine Spieler jetzt einige, das nächste (Liga-)Pflichtspiel steht erst am 6. Dezember mit dem Heimauftritt gegen Berlin an. Doch komplett die Füße hochlegen können die Icefighters bis dahin wohl auch nicht. "Wir schauen noch, ob wir zwischendurch das eine oder andere Testspiel arrangieren können", sagte Wolf.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.11.2014

Christian Dittmar

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