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Destruktive Spielweise bestraft Erzgebirge Aue

Destruktive Spielweise bestraft Erzgebirge Aue

Der Wecker für den FC Erzgebirge Aue klingelte erst nach einer Stunde. Da lagen die Sachsen in Niedersachsen aber schon mit 0:2 zurück, ehe Marc Hensel mit seinem Treffer die Aufholjagd einleitete.

Aue. „Die ersten sechzig Minuten haben wir unter aller Sau gespielt“, befand Hensel, der sein Team zumindest für 20 Minuten wachrütteln konnte. Immerhin konnte Thomas Paulus in der 67. Minute den Ausgleich markieren, nachdem die beiden Ex-Sachsen Matthias Heidrich (49./ehemals Aue) und Nicky Adler (52./ehemals Leipzig) den Gastgeber in Führung brachten. Benjamin Siegert (82.) bestrafte dann vor 13 200 Zuschauern erneut Fehler in der Auer Hintermannschaft.

Bis zur 61. Minute hatte Aue nicht eine nennenswerte Torchance erspielt. Sturmspitze Enrico Kern irrte meist hilflos an vorderster Front umher und wartete vergeblich auf Anspiele. Den Mitspielern gelang es nicht, den Routinier einzusetzen, weil sie vorrangig mit defensiven Aufgaben beschäftigt waren. Doch auch dort patzten sie gleich reihenweise. Die defensive Taktik ging nicht auf, weil der Gegner selbst die Tugenden Kampfgeist und Laufbereitschaft in die Waagschale warf. Und vorne wartet Aue noch immer auf das erste Stürmertor. Zwar bescheinigte Aues Trainer Rico Schmitt seinem Team, dass „es auf Augenhöhe“ mit dem Gegner war, doch er will nach einer „genauen Analyse die richtigen Lehren daraus ziehen“. Immerhin gastierte der ungeschlagene Tabellenführer aus Duisburg am kommenden Sonntag bei den Erzgebirgern.

Die Gründe für die Niederlage waren schnell gefunden. Nach dem Ausgleich hätten die Auer einfach weitermachen müssen, stattdessen schalteten sie wieder auf Modus D wie Defensive. „Wie wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind, spricht für das Team. Da ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen und wir haben gezeigt, dass wir nach vorne guten Fußball und spielen können“, sagte Schmitt: Leider benötigte Aue erst den Rückstand, um wach zu werden: „Das 0:2 war für uns wie eine Erlösung“, stellte Schmitt fest: „Schade, dass wir dann durch einen Sonntagsschuss verloren haben.“

Torwart Martin Männel nahm es gelassen: „Dass es nicht so weiterlaufen wird, wie in den ersten beiden Spielen, war klar: Wir werden Gegentore bekommen und Spiele verlieren“, sagte der 22-Jährige, der nach 229 Minuten als letzter Stammtorwart der Liga erstmals hinter sich greifen musste: „Vielleicht war das Spiel gut, um allen die Augen zu öffnen und nicht abzuheben.“ Der Keeper wurde zweimal von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Beim 0:1 köpfte René Klingbeil den Ball Torschütze Matthias Heidrich vor die Füße, beim 2:3 ließ sich Pierre Le Beau auf der rechten Seite überspielen und Klingbeil griff den Torschützen Siegert, der den Ball unhaltbar ins Dreiangel traf, nicht an.

dpa

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