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Deutsche Handballerinnen schlagen Norwegen und holen Platz zwei bei Vierländer-Turnier

Deutsche Handballerinnen schlagen Norwegen und holen Platz zwei bei Vierländer-Turnier

Gut vier Monate nach ihrem desaströsen EM-Abschneiden sind die deutschen Handballerinnen wieder in Aufbruchstimmung. Mit ihrem neuen Bundestrainer Heine Jensen beendete die Mannschaft um Rekordnationalspielerin Grit Jurack am Sonntag das hochkarätig besetzte Vierländer-Turnier im saarländischen Völklingen als Zweite.

Völklingen. Zum Turnierabschluss besiegte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) Olympiasieger und Europameister Norwegen nach einer starken Vorstellung mit 27:23 (15:13) und musste den Gesamtsieg nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz Frankreich überlassen. Wie schon beim 25:25 gegen den WM-Zweiten tags zuvor und beim 25:24-Erfolg gegen Spanien zeigte das deutsche Team eine aufsteigende Tendenz und ein neues „Wir-Gefühl“.

„Es macht wieder richtig Spaß und wir sind auf einem guten Weg“, sagte Grit Jurack, die am Sonntag als erste deutsche Handballerin die Marke von 300 Länderspielen knackte. Auch Jensen, für den das Turnier im Saarland die einzige Testmöglichkeit für die WM-Qualifikation im Juni gegen Ungarn war, zog ein positives Fazit. „Wir haben ein großes Potenzial und wenn wir so weiter machen, haben wir auch gegen Ungarn eine Chance“, erklärte der 34-jährige Däne. Nur wenn Deutschland gegen Ungarn besteht und sich die WM-Teilnahme in Brasilien im Dezember sichert, besteht noch eine Chance auf die Olympia-Qualifikation 2012.

Jensen, der von den drei Liga-Trainern Renate Wolf (Leverkusen), Dirk Leun (Buxtehude) und Dietmar Schmidt (Frankfurt/Oder) unterstützt wird, legte in seinem Lehrgang vor allem den Fokus darauf, der nach EM-Platz 13 abgestürzten DHB-Auswahl wieder Selbstvertrauen einzuimpfen. „Mit seiner dänischen Mentalität ist ihm das bisher auch hervorragend gelungen“, sagte Nadja Nadgornaja vom Thüringer HC. Jensen führte viele Gespräche mit den Spielerinnen, ließ sie aber auch untereinander ohne sein Beisein reden und neue Ziele sowie Anforderungen formulieren.

Gegen den Olympiasieger aus Norwegen wurde wie schon am Samstag gegen Frankreich deutlich, dass die Spielerinnen das Konzept ihres neuen Trainers schon verinnerlicht haben. Vor allem das vom Dänen propagierte Tempospiel setzten sie gut um, auch wenn immer mal wieder Abstimmungsprobleme zutage traten. Das schnelle Umschalten von Deckung in Angriff und umgekehrt funktionierte phasenweise ebenfalls sehr ordentlich. Auch die vom Dänen geforderten Emotionen wurden auf und neben dem Spielfeld gezeigt, die Deutschen traten endlich wieder als Team auf. „Jede will Verantwortung übernehmen und Teil der Mannschaft sein. Das war vorher nicht so“, sagte Grit Jurack.

dpa

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