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Deutsche Hockey-Teams gehen in der Arena Leipzig mit Turbo ins WM-Turnier

Deutsche Hockey-Teams gehen in der Arena Leipzig mit Turbo ins WM-Turnier

Erster Treffer im Turnier für Titelverteidiger Deutschland und dabei selbst getroffen: Doch Hamburgs Hockey-Deern Kristina Hillmann (23) lächelte die blutende Lippe einfach weg.

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Torschützin Kristina Hillmann (23) musste verarztet werden.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. "Ich habe einen Schläger abbekommen", klärte die Medizinstudentin auf und konnte den Hieb gut verschmerzen. Denn ihre Mannschaft setzte sich zum WM-Auftakt in der Arena vor 1500 zumeist jungen Fans sicher mit 4:1 (3:0) gegen Belgien durch. Am Abend feierte das Team noch einen 8:1 (3:0)-Kantersieg gegen Kanada.

"Fürs erste Spiel war das ordentlich", meinte Torschützin Hillmann. Während die Damen-Riege von Bundestrainer Jamilon Mülders schon fleißig Autogramme schrieb, setzten die amtierenden Weltmeister-Herren ihrerseits zur ersten Heldentat an. Diese gelang zwar sicher beim 9:4 (3:2)-Sieg über furios beginnende Schweden - anfangs allerdings nur häppchenweise.

In Führung gingen zunächst die Nachrücker aus Skandinavien. Bekanntlich hatten die Blau-Gelben das Ticket erst nach der Absage der Franzosen erhalten und sich akribisch auf ihre erste WM-Teilnahme überhaupt vorbereitet. Nervosität im Raum. Sollte der Debütant am Ende dem Dauerbrenner ums Kapitäns-Duo Moritz Fürste/Tobias Heuke das Fürchten lehren? Wohl kaum. Solange hielt sich der deutsche Schlendrian nicht auf. Der vielumjubelte Torreigen wurde von Alexander Otte eröffnet, Fürste traf mit Schlusspfiff zum 9:4.

Sechs Minuten vor Schluss der Partie hatte Olympiasieger Tobias Hauke noch einmal lautstarke Worte auf den Kunststoffbelag gefeuert. "Jungs, gebt Vollgas", stachelte der 30-Jährige die nun sichtlich mit Übereifer agierenden Teamkollegen an. Kurz darauf war sich der zweifache Torschütze nicht zu schade, einen Lappen in die Hand zu nehmen und eine Schweiß-Pfütze zu entfernen. Der Lohn nach getaner Arbeit waren die ersten drei Punkte für die Mission Titelverteidigung, drei weitere kamen in der Spätschicht gegen den Iran hinzu (11:3).

"Anfangs war es ein bisschen holprig, aber mit dem Ergebnis sind zufrieden", schätzte Routinier Otte (32) den Auftakt ein. Für Bundestrainer Stefan Kermas waren anfangs zu viele Fehler im Spiel. "Wir waren gewarnt, haben es danach besser gemacht. Aber da geht noch einiges mehr."

Für die jungen Zuschauer auf der Tribüne war es jedenfalls eine Gala in Schwarz-Rot-Gold. Am großen WM-Schultag ließen gut 1200 Mädchen und Jungen die Arena beben. Sie wurden nicht müde, ihr sportliches Liedgut anzustimmen, Fähnchen zu schwenken und Plakate zu präsentieren. Nur wenige Schritte zur Halle brauchten dabei die Klassen der Grundschule 5. Gleich mit vier Bussen kamen 200 Kinder aus Machern. "Alle haben sich schon im Vorfeld mit der WM beschäftigt und sind jetzt von der Atmosphäre begeistert", sagte Hort-Erzieher Jens Lehmann. Der Bahnrad-Champion gab in bewährter Weise seinen Sportvirus an den Nachwuchs weiter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.02.2015

Kerstin Förster

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