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Deutsche Meisterschaften in Ulm - In der Staffel klappt's mit dem Gold für Leipzig

Deutsche Meisterschaften in Ulm - In der Staffel klappt's mit dem Gold für Leipzig

Schon der Sonnabend lief mit drei Mal Silber, ein Mal Bronze sowie einem vierten und achten Platz recht ordentlich für die Leipziger Leichtathleten in Ulm. Allein der goldene i-Punkt fehlte bei den deutschen Meisterschaften im Donaustadion.

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So sehen Sieger aus: Die 4x100-Meter-Staffel des LAZ Leipzig (von links: Erik Balnuweit, Roy Schmidt, Martin Keller, Kevin Straßburger) gewinnt in Ulm souverän DM-Gold.

Quelle: Ralf Görlitz

Ulm/Leipzig. Den hob sich das LAZ-Quartett für Sonntagmittag auf: Kevin Straßburger, Martin Keller, Roy Schmidt und Erik Balnuweit - als Geheimtipp angetreten - errangen den Titel über 4x100 Meter und liefen in 39,08 Sekunden Sachsenrekord.

 Viele Meldungen im Live-Ticker sind einfach nur schnell, schreien dann aber nach einem Dementi. Als die Wattenscheider Sprintstaffel beim letzten Wechsel den Stab verlor, war im Internet sofort von der verpassten Goldmedaille die Rede. Das sahen die vier LAZ-Männer ganz anders. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir trotzdem gewonnen hätten", sagte Martin Keller stellvertretend für das Sieger-Quartett. "Wir haben eine biomechanische Auswertung, dass wir beim letzten Wechsel schon zwei, drei Zehntel vorn lagen", ergänzte der 26-Jährige, der tags zuvor mit persönlicher Bestzeit (10,19) Silber über 100 Meter geholt hatte und dank des Staffel-Goldes zu den erfolgreichsten Teilnehmern in Ulm gehört.

 Titelverteidiger Wattenscheid und das LAZ liefen in getrennten Läufen. Das Team um Einzelmeister Julian Reus "durfte" vorlegen, die Sachsen starteten mit der zweitbesten Meldezeit im schnellsten Lauf. Als die Westfalen den Stab verloren hatten, sei dies kein Ruhekissen gewesen, meinte Keller: "Wir mussten cool bleiben und selbst erst einmal das Ziel erreichen." Die vier Leipziger verzichteten auf jegliches Risiko, daher waren die Wechsel auch nicht sonderlich ausgereift. Umso erstaunlicher, dass die schnellste Siegerzeit seit rund drei Jahrzehnten und in 39,08 s ein Sachsenrekord heraussprangen. Die alte Bestmarke des Freistaates war der SC DHfK in den 80er Jahren mit 10,13-s-Mann Steffen Bringmann gelaufen. Besonders freute sich Kevin Straßburger, der tags zuvor als Aufsteiger des Jahres im Finale gestanden hatte und dort als Achter ebenfalls Bestzeit (10,48) gesprintet war. Da sich auch Roy Schmidt in finalwürdiger Form befindet - er verzichtete wegen der U23-EM auf den Einzelstart - gehörte das LAZ zum Kreis der Gold-Anwärter.

 Auch für Hürdenspezialist Erik Balnuweit nahmen die Titelkämpfe ein versöhnliches Ende. Der Hallenmeister und Favorit über 110 m Hürden, der im Vorlauf einen blendenden Eindruck hinterlassen hatte, ahnte am Sonnabend schon nach der Bahn-Auslosung, dass es mit dem Titel schwer werden würde. Denn zum wiederholten Mal musste er links neben seinem Klubkollegen Alexander John laufen. Das Problem: Beide haben ein unterschiedliches Schwungbein und kommen sich bei dieser Konstellation ins Gehege. Balnuweit läuft weit rechts, John dagegen weit links. "Diese Auslosung hatten wir in den letzten fünf Jahren nun schon zum vierten Mal. An Zufall glauben wir da nicht mehr. Es scheint so, als sollte der Titel in Baden-Württemberg bleiben", sagte der 24-jährige Balnuweit, der heute zur Universiade fliegt.

 Tatsächlich berührten sich die beiden Freunde und langjährigen WG-Partner von der zweiten bis zur siebten Hürde an jedem Hindernis. Dies steckte John ein wenig besser weg. Im Ziel riss er jubelnd den Arm nach oben, ehe er wegen eines Dauer-Schmerzes an der Ferse zu Boden ging. "Ich dachte, dass ich das Ding gewonnen habe", erklärte der gebürtige Zeulenrodaer seine Jubelpose. Doch er wurde zwei, drei Tausendstel hinter Matthias Bühler aus Offenburg Zweiter und verwies Balnuweit auf Rang drei.

 Das Problem der gegenseitigen Behinderung hatte Cindy Roleder nicht. Dennoch wusste sie nach ihrem Silber-Lauf über 100 m Hürden: "Es hat noch nicht alles gepasst. Ich brauche noch etwas mehr Wettkampfpraxis, hoffentlich komme ich in Luzern ins Starterfeld."

 Bei wechselnden Winden schaffte erneut kein Leipziger die WM-A-Norm. "Wir hatten zwar offiziell Rückenwind. Aber am Ende muss noch eine Böe von vorn gekommen sein, denn wir haben alle auf den letzten 20 Metern enorm an Geschwindigkeit verloren", sagte Martin Keller, der weiter Chancen auf die Einzelnorm (10.15) sieht, zumal er den Start nicht optimal erwischte. Bis Ende Juli ist Zeit, die Norm für Moskau zu erfüllen. Auch DHfK-Speerwerfer Tino Häber, der als Vierter die 80-m-Marke verpasste, will noch mal angreifen. Sofern der Olympia-Achte einen Startplatz bei den wenigen Meetings ergattert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.07.2013

Frank Schober

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