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Deutsche Piloten vermasseln Heim-Grand-Prix am Sachsenring

Mehr als 211.000 Zuschauer Deutsche Piloten vermasseln Heim-Grand-Prix am Sachsenring

Wieder einmal hat sich der Sachsenring als kein gutes Pflaster für die deutschen Motorrad-WM-Piloten erwiesen. Kein Top-10-Platz - das war nicht das, was sich die Fahrer und die wieder über 200.000 Fans beim Sportereignis mit dem größten Zuschauerinteresse in Deutschland erwartet hatten.

Sandro Cortese wurde auf dem Sachsenring Elfter.

Quelle: dpa

Hohenstein-Ernstthal. Enttäuschung pur statt Jubel satt: Der Sachsenring hat sich wieder einmal als zu schwierig für die deutschen Motorrad-Piloten erwiesen. Vor der prächtigen Kulisse von 211 588 Zuschauern, davon allein 92 122 am Rennsonntag, konnten Sandro Cortese, Jonas Folger und Co. ihre guten Trainingseindrücke in den Weltmeisterschafts-Läufen einmal mehr nicht bestätigen und mussten sich jenseits der besten Zehn einreihen. Zwei elfte Ränge durch Philipp Öttl in der Moto3 und Cortese in der Moto2 waren die magere Ausbeute. Folger konnte als 13. noch zwei Punkte einheimsen.

Die Fans ließen sich ihre Party des Jahres dennoch nicht verderben. Sie feierten enthusiastisch die Sachsenring-Sieger 2015: WM-Spitzenreiter Danny Kent aus Großbritannien in der Moto3, den belgischen Moto2-Siegdebütanten Xavier Simeon und Titelverteidiger Marc Marquez aus Spanien in der MotoGP. In der Königsklasse war nach dem verletzungsbedingten Fehlen von Stefan Bradl kein deutscher Pilot dabei.

Bei der Suche nach Gründen für das mickrige Abschneiden, das besonders in der Moto2 durch Stürze im Vorderfeld in der letzten Runde noch geschönt wurde, gab es diesmal aber kaum die bekannten Ausreden. „Ich habe ein Taubheitsgefühl im Unterarm bekommen, konnte beim Schalten die Kupplung nicht mehr richtig bedienen“, erklärte Cortese, der 2012 für den bislang letzten Heimsieg auf dem Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal gesorgt hatte. Er entschuldigte sich bei seinem Team und den Fans: „Das Motorrad war so gut wie noch nie in dieser Saison eingestellt.

In der ersten Rennhälfte lief es wie am Schnürchen. Dann setzten die Probleme im Arm ein“, berichtete der Berkheimer. Für die zweite Saisonhälfte, die nach einer dreiwöchigen Pause in Indianapolis beginnt, nimmt er sich einen neuen Angriff vor. „Ich muss bei einzelnen Rennen Superresultate bringen. Wir werden jedenfalls wieder voll angreifen. In der Gesamtwertung ist für einen Platz unter den besten Zehn noch nichts verloren“, sagte der Sachsenring-Botschafter. Folger war sichtlich niedergeschlagen. „Es hat wieder nicht gepasst. Und das, obwohl es im Training geklappt hat. Es ist ein Einstellungsproblem an der Maschine. Ich hatte wenig Grip am Vorderrad und damit nicht genügend Speed“, analysierte er.

Der zweifache Saisonsieger kann sich das ständige Auf und Ab nicht erklären. „Da müssen wir uns jetzt mal zusammensetzen und herausfinden, woran das liegt“, meinte der in Spanien lebende Bayer. Für Marcel Schrötter war das Rennen nach einem Sturz vorzeitig beendet, Florian Alt konnte nach einem Trainingssturz und Verdacht auf Gehirnerschütterung erst gar nicht antreten.

In der kleinsten Hubraumklasse Moto3 hatte sich Öttl einiges vorgenommen, doch mehr als Platz elf sprang wieder nicht heraus. „Die Top-10 wären möglich gewesen, aber die Chance habe ich durch einen leichtsinnigen Fehler in der letzten Runde vergeben“, bemerkte der Bayer, zog nach zwei zehnten Plätzen im bisherigen Saisonverlauf für sich aber ein positives Fazit: „Ich bin mit der ersten Saisonhälfte zufrieden. Ich habe bewiesen, dass ich mich in der Weltspitze behaupten kann“, formulierte er selbstbewusst.

Gerald Fritsche

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